Ist das normal?

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  • Ist das normal?

    »Im Labor ist ein Bett. Wir beobachten aber niemanden direkt beim Sex«

    15/06/2026 | 1 h 8 min
    Was verändert sich im Körper durch einen Orgasmus? Ist Paarsex
    befriedigender als Solosex? Und welchen Einfluss haben hochrealistische
    Sexpuppen auf Nähe und Intimität? Mit solchen Fragen beschäftigt sich
    der Sexualwissenschaftler Johannes Fuß. Er leitet das Sexlab – einen
    Studienraum, in dem Menschen Sex haben und dabei diskret überwacht
    werden. Die Grundlagen von Lust und Erregung messen die Forscher etwa
    anhand von Blutwerten, Herzfrequenz oder Hormonausschüttung.

    Den Podcasthosts Melanie Büttner und Sven Stockrahm erzählt Johannes,
    wie man ein Sexlab einrichtet, was Körperwerte verraten, aber auch wer
    sich bei ihnen so als Proband meldet. Und die drei sprechen darüber, wie
    Robotik und KI beginnen, Sexualität zu verändern.

    Mehr zu unserem Gast und weitere Infos

    - Johannes Fuß ist Psychiater und Sexualwissenschaftler und leitet das
    Institut für forensische Psychiatrie und Sexualforschung der
    Universität Duisburg-Essen.
    - Das Sexlab ist in einer Doku der 3sat-Sendung »nano« zu sehen:
    »Solo-Sex – Von Menschen und Tieren, die masturbieren« (erstmals ab
    Minute 07:25)
    - Johannes sucht aktuell Teilnehmende für die Studie: Wie verändert
    sich das Mikrobiom nach dem Analsex? 
    - Mehr über das Sexlab und zu weiterer Forschung am Institut von
    Johannes Fuß
    - In der Folge sprechen wir unter anderem über eine Studie zur
    Ausschüttung von Endocannabinoiden bei Masturbation bis zum
    Höhepunkt (»The Journal of Sexual Medicine«: Fuß et al., 2017).

    Weitere Podcastfolge zum Thema

    - »Vielen geht es darum, wie Sex aussieht – nicht, wie er sich
    anfühlt«

    Alle Folgen vom Sex- und Beziehungspodcast auch auf
    www.zeit.de/istdasnormal

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  • Ist das normal?

    »Wir sind keine sexgeilen Menschen, die sich jedes Wochenende treffen«

    01/06/2026 | 1 h 7 min
    »Swingen läuft dann schief, wenn man dadurch seine Beziehung retten
    möchte«, sagt der Paartherapeut und Sexualberater Thomas. Er selbst ist
    verheiratet, und seine Frau und er teilen ihre Sexualität auch mit
    anderen, wie sie sagen. Swingen bedeutet für sie nicht nur sexuelle
    Abenteuer, sondern auch tiefe Verbindung, Freundschaft und Community.
    Den Podcast-Hosts Melanie Büttner und Sven Stockrahm erzählt Thomas,
    warum für ihn eine stabile Beziehung mit Vertrauen, radikaler
    Ehrlichkeit und vielen Gesprächen die Voraussetzung für seine offene Ehe
    ist.

    »Wir sind emotional nackt voreinander«, sagt Thomas über seine
    Partnerschaft und erklärt, wie es gelingt, Eifersucht, Unsicherheit oder
    unerwartete Verliebtheit offen zu besprechen. Und er räumt mit Klischees
    rund ums Swingen auf – wenn es etwa um Klubs, Anonymität und ständigen
    Sex geht. Als Therapeut begleitet er selbst zudem Menschen, die swingen.
    Und er sagt, es gibt drei Fragen, die jeder für sich beantworten sollte,
    ehe man seine Beziehung öffnet: »Wollen wir das beide? Kann ich ehrlich
    über Angst und Eifersucht reden? Und: Suchen wir eher Erweiterung oder
    Rettung?«

    Mehr zu unserem Gast

    - Thomas ist Paartherapeut, Sexualberater und Podcaster. Er ist
    verheiratet und hat Kinder.
    - Gemeinsam mit seiner Frau Anna spricht Thomas im Podcast Wir Swingen
    offen über Beziehung, Sexualität und persönliche Entwicklung.

    Weitere Podcastfolgen zum Thema

    - »Sexuell exklusiv zu sein, ist nicht, was unsere Beziehung ausmacht«
    - »Sex in Freundschaften verbindet, weil er verbindlich ist«
    - »Wir haben keine Skripte, wie man alternative Beziehungen führen
    kann«

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  • Ist das normal?

    »Es gibt Frauen, die Gewalt ausüben, nicht weil sie sich wehren«

    18/05/2026 | 1 h 22 min
    Männer und Frauen berichten ähnlich häufig davon, in ihren Beziehungen
    körperliche Gewalt erfahren zu haben. Das belegt eine Dunkelfeldstudie
    des Bundeskriminalamtes. Wie kann das sein, denken wir bei
    Partnerschaftsgewalt doch vor allem an Männer als Täter? »Wir sehen
    Frauen oft nicht in ihrer Ganzheit, in ihrer Destruktivität, in ihrer
    Wut«, erzählt die Soziologin und Gewaltforscherin Rebecca Gulowski den
    Podcasthosts Melanie Büttner rund Sven Stockrahm.

    Gewalt, die von Frauen ausgehe – egal, ob psychisch, physisch oder
    sexualisiert –, werde oft kleingeredet oder pathologisiert: »Das Bild
    von der verrückt gewordenen Furie«, sagt Rebecca, sei aber »eher
    konstruiert«. Und gleichzeitig gehöre zur Wahrheit, dass männliche
    Partnerschaftsgewalt meist intensiver und folgenschwerer sei und größere
    Angst oder sogar Todesangst auslöse als weibliche. In dieser Folge geht
    es um Frauen, die übergriffig werden, welche Rolle Scham,
    Geschlechterstereotype und eigene Gewalterfahrungen dabei spielen. Und
    wie sich die Gewalt verhindern lässt.

    Mehr zu unserer Gästin und weitere Infos

    - Rebecca Gulowski ist Professorin für Sozialwissenschaften,
    wissenschaftliche Referentin für Familienhilfe und Kinderschutz am
    Deutschen Jugendinstitut und psychosoziale Beraterin mit Schwerpunkt
    Trauma und Gewaltprävention. Sie forscht unter anderem zu
    Partnerschaftsgewalt und weiblicher Täterinnenschaft.
    - Wir zitieren aus der Dunkelfeldstudie Lebenssituation, Sicherheit
    und Belastung im Alltag – kurz LeSuBiA – des Bundeskriminalamtes
    von 2026. Sie liefert Daten zu Gewalterfahrungen in Deutschland,
    insbesondere zur psychischen und körperlichen Gewalt in
    Partnerschaften.
    - Weitere erwähnte Studien und Forschungsarbeiten: Sexualisierte
    Gewalt gegen Kinder und Jugendliche (Deutsches Ärzteblatt: Dreßing
    et al., 2025), Partnerschaftsgewalt durch Frauen (in Handbuch
    Häusliche Gewalt: Rebecca Gulowski, 2020), Beratung für Frauen, die
    Partnerschaftsgewalt ausüben (in Handbuch Häusliche Gewalt: Gulowski
    & Schünemann-Homburg, 2020), Das Fremde in mir. Gewaltdynamiken in
    Liebesbeziehungen zwischen Frauen. Soziologische Perspektiven auf
    ein Tabuthema (Constance Ohms, 2015)
    - Rebecca Gulowski war selbst lange für violenTia in München tätig,
    eine Fachberatungsstelle speziell für Frauen, die in ihrer
    Partnerschaft Gewalt ausüben.

    Eine spezialisierte Psychotherapie kann dabei helfen, die Folgen von
    sexueller Gewalt und anderen Traumatisierungen zu bewältigen.
    Psychotherapeuten mit einer traumaorientierten Zusatzausbildung sind
    hier zu finden:

    - Traumaambulanzen: in verschiedenen Städten
    - Deutschsprachige Gesellschaft für Psychotraumatologie (DeGPT)
    - Fachverband für Anwender der psychotherapeutischen Methode Eye
    Movement Desensitization and Reprocessing (EMDRIA)

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  • Ist das normal?

    »Wir haben keine Skripte, wie man alternative Beziehungen führen kann«

    04/05/2026 | 51 min
    »Was alle Beziehungen eint, ist das Bedürfnis, zu lieben und geliebt zu
    werden«, sagt der Psychologe und Beziehungstherapeut Agostino Mazziotta.
    Er ist überzeugt, dass Liebe wachsen kann, wenn wir sie teilen – auch
    abseits der Monogamie. Live auf der Bühne der Lindauer
    Psychotherapiewochen spricht Tino mit den Hosts Melanie Büttner und Sven
    Stockrahm über offene Beziehungen, Polyamorie oder ganz grundsätzlich
    über konsensuelle Nichtmonogamie.

    Für viele sind diese Modelle in ihren Partnerschaften längst Realität,
    in der Psychotherapie gelten sie aber oft noch als verdächtig oder sogar
    problematisch. Wir schauen, welche Chancen und Herausforderungen
    individuelle Beziehungsformen mit sich bringen und wie Menschen
    herausfinden, was wirklich zu ihnen passt.

    Mehr zu unserem Gast und weitere Infos

    - Agostino Mazziotta ist Psychologe, Ehe-, Familien- und
    Lebensberater, Sexualtherapeut und Professor für Diversity und
    Community Work in Münster. Er forscht unter anderem zu
    einvernehmlich nichtmonogamen Beziehungen.
    - Diese Folge wurde live auf der Bühne im Rahmen der Lindauer
    Psychotherapiewochen aufgezeichnet, eine der weltweit größten Fach-
    und Weiterbildungsveranstaltungen in der Psychotherapie und
    Psychosomatik.
    - Im Sommer 2026 erscheint das Sachbuch »Vielfältige Liebe -
    Polyamorie gestalten« von Agostino Mazziotta und Sonja Bröning.
    Beide haben auch einen Artikel im »Psychotherapeutenjournal«
    veröffentlicht zum Thema »Hilfreich oder schwierig? Erfahrungen
    queerer Menschen in Beratung und Therapie«.
    - Wer sich mit Menschen austauschen möchte, die einvernehmlich
    nichtmonogam leben, kann sich an verschiedene Polystammtische und
    Treffpunkte wenden. Auf der Webseite der Polyamorie Stammtische Köln
    gibt es beispielsweise eine deutschlandweite Übersicht mit
    Kontakten.

    Weitere Podcastfolgen zum Thema

    - »Ich kann nur in einer Beziehung bleiben, wenn ich sie nicht
    brauche«
    - »Sexuell exklusiv zu sein, ist nicht, was unsere Beziehung ausmacht«
    - »Sex in Freundschaften verbindet, weil er verbindlich ist«

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  • Ist das normal?

    Ankündigung: Bonusfolgen von "Ist das normal?" und ZEIT-Podcast-Archiv mit Abo

    13/01/2026 | 3 min
    Noch mehr "Ist das normal?": Ab sofort erscheinen regelmäßig
    Bonusfolgen, in denen Melanie Büttner und Sven Stockrahm auch deine
    Fragen zu Liebe, Sex und Beziehungen besprechen. Schreibt uns dazu gerne
    an istdasnormal@zeit.de. Ansonsten gibt es einen noch persönlicheren
    Blick hinter die Kulissen und wir sprechen über alles, was uns und euch
    gerade bewegt.

    Zu hören sind diese zusätzlichen Folgen unter www.zeit.de/istdasnormal,
    auf Apple Podcasts und auf Spotify, exklusiv mit einem Podcast- oder
    Digitalabo der ZEIT. Mit einem Abo könnt ihr zudem das komplette Archiv
    von "Ist das normal?" hören, bekommt weitere Bonusfolgen etwa von "ZEIT
    Verbrechen" oder "Woher weißt du das?" sowie Zugriff auf unsere
    Dokupodcasts wie "Irma. Das Kind aus Srebrenica" oder "Friedrich Merz:
    Sein langer Weg zur Macht".

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Wie lieben Menschen heute? Was brauchen glückliche Beziehungen? Und guter Sex? Die Ärztin und Therapeutin Melanie Büttner und der Wissenschaftsjournalist Sven Stockrahm sprechen über alles, was Körper und Psyche guttut. Und über das, was uns verletzt, aber auch verbindet. Ohne Scham, mit Tipps für die eigene Entwicklung und ganz viel Nähe. Immer montags, alle zwei Wochen – mit spannenden Gästinnen und Gästen. Feedback per Sprachnachricht oder Mail an istdasnormal@zeit.de. Mehr hören? Dann testen Sie jetzt unser Podcast-Abo 4 Wochen gratis unter www.zeit.de/podcastabo. Falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten: www.zeit.de/podcast-abo
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