Warum fällt es manchen Menschen so schwer, einfach einzuschlafen?
In diesem Coaching gehen Lukas und Nicci dieser Frage nach. Nicci erzählt von ihrer anhaltenden Angst vor dem Schlafengehen, die sie seit ihrem Auslandssemester begleitet. Für sie bedeutet Schlaf nicht nur Ruhe, sondern vor allem eines: Kontrolle abzugeben. Und genau darin liegt ihre größte Herausforderung.
Schon tagsüber kreisen ihre Gedanken um die kommende Nacht. Denn wer schläft, lässt los und wer loslässt, muss vertrauen. Doch genau dieses Vertrauen fällt Nicci schwer. Stattdessen gibt ihr Planung Sicherheit: Ein durchstrukturierter Alltag, klare Routinen und Vorbereitung vermitteln ihr das Gefühl, die Kontrolle zu behalten.
Sie sprechen darüber, warum Schlaf einer der Bereiche ist, die sich unserer Kontrolle entziehen und was das mit tieferliegenden Ängsten zu tun hat, bis hin zur Angst vor dem Tod.
Nicci nimmt uns außerdem mit in ihre Kindheit: Als neurodivergentes Kind hatte sie früh das Gefühl, mehr leisten zu müssen als andere. In einem Umfeld, in dem Leistung eine große Rolle spielte und Unsicherheiten präsent waren, lernte sie schnell, sich anzupassen. Anerkennung war oft an Leistung geknüpft. Dieses Muster begleitet sie bis heute.
Auch wenn Nicci heute Strategien aus der Therapie kennt und bewusst mit Struktur, Atmung und Gedanken arbeitet, bleibt das Thema Schlaf für sie ein sensibler Punkt. Denn loslassen lässt sich nicht erzwingen und Vertrauen wächst oft langsamer, als man es sich wünscht.
Vielleicht liegt die Antwort nicht darin, noch mehr Kontrolle zu entwickeln. Sondern darin, Schritt für Schritt auszuhalten, dass wir nicht alles kontrollieren können.
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