2000 episodi
- In Italien demonstrieren seit dem Freitagmorgen landesweit Menschen
gegen steigende Lebenshaltungskosten und Aufrüstung. Zu den Protesten
aufgerufen hatte die Gewerkschaft USB in etwa 50 Städten. Konkret
richten sie sich gegen die rechte Regierung von Ministerpräsidentin
Giorgia Meloni. Warum die Aufrüstung und steigende Lebenshaltungskosten
für die Demonstranten zusammenhängen und ob der Protest in Gewalt
umschlagen könnte, ordnet Ulrich Ladurner ein. Er beobachtet die
Proteste für die ZEIT aus Rom.
Hacker haben mutmaßlich 6,3 Milliarden Dollar von der weltweit größten
Kryptowährungsbörse Binance gestohlen. Das Unternehmen meldete den
Angriff am Freitagmorgen und teilte mit, dass es sämtliche Ein- und
Auszahlungen vorerst aussetzt. Experten sprechen davon, dass es sich
hier um den größten Krypto-Diebstahl in der Geschichte handeln könnte.
Wie es zu dem Angriff kommen konnte und was der Angriff für die Nutzer
und ihr Geld bedeutet, erklärt Lisa Hegemann, Leiterin des
Digitalressorts bei der ZEIT.
Außerdem im Update: Die unabhängige, russische Zeitung »Nowaja Gaseta«
muss ihren Betrieb einstellen – weil der Druck der Behörden zu groß
wurde. »Wir wurden vernichtet«, schrieb die Zeitung und erklärte, man
habe der Redaktion alle Ressourcen entzogen. Seit Beginn des
Ukrainekriegs unterliegt die Presse einer deutlich schärferen Zensur als
davor.
Und sonst so? In der Kunsthalle Bremen gibt’s eine Ausstellung über und
für Dackel.
Moderation und Produktion: Erica Zingher
Redaktion: Imre Balzer
Mitarbeit: Lena Herrmann
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Weitere Links:
Jugendproteste: Warum überall in Europa junge Menschen rebellieren
Italien: Mehr als 100.000 Menschen protestieren in Italien gegen Giorgia
Meloni
Kryptowährungen: Weltgrößte Kryptobörse Binance meldet mutmaßlichen
Hackerangriff
Kryptowährungsdiebstahl bei Binance: Die größten Hackerangriffe auf
Kryptobörsen
Russland: Russische Zeitung »Nowaja Gaseta« wird im November eingestellt
Journalismus in Russland: Chronisten der Diktatur
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Und hier gibt es unser Angebot für alle unter 30 Jahren. - Im kommenden Jahr läuft die Amtszeit von Frank-Walter Steinmeier als
Bundespräsident ab. Ende Januar wählt die Bundesversammlung den nächsten
Bundespräsidenten. Bis dahin soll die CDU als stärkste Partei einen
geeigneten Nachfolger vorschlagen – oder diesmal wahrscheinlich eine
Nachfolgerin. Schließlich gibt es parteiübergreifende Forderungen nach
einer weiblichen Besetzung. Spätestens seit ihrem Parteitag stellt sich
die CSU hinter Ilse Aigner, die Präsidentin des Bayerischen Landtags.
Wäre sie eine geeignete Kandidatin für das Amt? Aber Bundeskanzler und
CDU-Chef Friedrich Merz scheint skeptisch. Wen würde der Kanzler gerne
im Amt sehen – und wie könnte die Debatte darüber Spaß machen? Darüber
sprechen wir mit ZEIT-Chefkorrespondentin Tina Hildebrandt, Co-Host des
Podcasts »Das Politikteil«.
Es ist die größte gemeinsame Hilfsaktion für die Zivilbevölkerung seit
Kriegsbeginn: Die Ukraine und Russland konnten sich auf eine lokale
Waffenruhe in der ukrainischen Frontstadt Oleschky einigen. Russland
hatte Oleschky bereits 2022 erobert. Seit Monaten ist die Stadt schon
von jeglicher Versorgung abgeschnitten. Zudem ist das Gebiet rund um
Oleschky stark vermint. Die beschlossene Waffenruhe soll die Lieferung
von Hilfsgütern und die Evakuierung der Zivilbevölkerung ermöglichen.
Nach US-Angaben sollen die Einwohner von Oleschky selbst entscheiden, ob
sie nach Russland oder in ukrainisch kontrolliertes Gebiet gebracht
werden möchten. Warum zögern manche, die Stadt zu verlassen? Und wieso
hat sich Russland auf die Waffenruhe eingelassen? ZEIT-Redakteur Maxim
Kireev hat mit den Menschen vor Ort gesprochen.
Und sonst so? Lernen, ohne KI zu lernen.
Moderation und Produktion: Rita Lauter
Redaktion: Fabian Scheler, Elise Landschek
Mitarbeit: Lisa Pausch, Emilia Portwich
Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de.
Weitere Links zur Folge:
Nachfolge des Bundespräsidenten: Wie eine Personaldebatte den Kanzler
bis nach Asien verfolgt
Nachfolge des Bundespräsidenten: Auf diese Kandidatin könnten sich alle
einigen. Nur Merz schweigt
Lage in der Ukraine: Wenn Drohnen Nahrung bringen müssen
Cherson: Ukraine und Russland bestätigen geplante Waffenruhe in Oleschky
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Und hier gibt es unser Angebot für alle unter 30 Jahren. - In Montreal treffen sich EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen,
Ratspräsident António Costa und Kanadas Premierminister Mark Carney zu
einem Gipfel. Beide Seiten wollen ihre Zusammenarbeit bei Energie,
Rohstoffen, Klima und digitalem Handel ausbauen. Darüber hinaus wirbt
Carney für ein Bündnis demokratischer Mittelmächte. Von der Leyen hatte
Kanada zuvor eine »assoziierte Mitgliedschaft« in der EU angeboten. Auf
Drängen mehrerer Mitgliedsstaaten wurde der Begriff jedoch aus dem
Entwurf der Abschlusserklärung gestrichen. Wie sich ihre Partnerschaft
künftig entwickeln könnte, ordnet Petra Pinzler, Politikredakteurin der
ZEIT, ein.
Die Berliner Linkenpolitikerin Elif Eralp will Regierende
Bürgermeisterin werden. Nun berichtet der »Spiegel« über interne
Kommentare der Politikerin, die ihr Team bei der Autorisierung eines
Interviews versehentlich an die Redaktion geschickt hatte. Darin äußerte
Eralp die Sorge, einen radikalen propalästinensischen Aktivisten
öffentlich beim Namen zu nennen. Inzwischen hat Eralp erklärt, sich
nicht einschüchtern zu lassen. Politiker anderer Parteien äußerten
Zweifel an ihrer Regierungsfähigkeit. Welche Auswirkungen die
Berichterstattung auf die Regierungsbildung in Berlin haben könnte,
erklärt Fritz Zimmermann, Redakteur im Politikressort der ZEIT.
Außerdem im Update: Der Volkswagen-Konzern steckt weiter in der Krise.
Der Konzern plant deshalb einen weiteren Stellenabbau, auch
Werksschließungen stehen zur Diskussion. Warum die bisherigen
Rettungsversuche kaum Wirkung zeigen, erläutert
ZEIT-Wirtschaftsredakteur Max Hägler.
EZB-Präsidentin Christine Lagarde hat angekündigt, ihr Amt im Februar
2027 vorzeitig niederzulegen. Eine offizielle Begründung nannte sie
nicht. Bereits seit Monaten gab es Spekulationen, dass ihre Nachfolge
noch vor der französischen Präsidentschaftswahl im April 2027 geregelt
werden soll.
Und sonst so? Wie aus alten Windeln neue Rohstoffe werden
Moderation und Produktion: Imre Balzer
Redaktion: Fabian Scheler
Mitarbeit: Celine Yasemin Rolle
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Weitere Links zur Folge:
Auch das noch? / Radfahren: »Wir brauchen keine besseren Menschen, wir
brauchen bessere Radwege«
Europa und Kanada: Der aufrechte Gang ist teuer, aber er lohnt sich
Kanada und die EU: Oh, wie schön ist Kanada
Johann Wadephul in Ottawa: Kanada, oh Kanada
Was jetzt? / Mark Carney: Wird die EU transatlantisch?
Kanada und die Europäische Union: Kanada wird vorerst wohl kein
»assoziiertes« EU-Mitglied
Kanada und die EU: Wenn hier etwas mehr Kanada wäre
Mark Carney: Ein historischer Moment, den Donald Trump hassen dürfte
Elif Eralp: Sie hat jetzt noch eine Chance
Enteignung und Antisemitismus: Kann die Linke Berlin regieren?
Elif Eralp: Eralp soll Angst vor radikalen Pro-Palästina-Aktivisten
geäußert haben
Elif Eralp: Eralp verspricht konsequentes Vorgehen gegen Verharmloser
von Terror
Rot-Rot-Grün in Berlin: Erst Berlin und jetzt: Die eigene Partei
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Und hier gibt es unser Angebot für alle unter 30 Jahren. - Der Gründer des Meinungsforschungsinstituts Insa, Hermann Binkert, hat
die AfD stärker unterstützt als bisher angenommen. Das zeigt eine
Recherche der ZEIT in geleakten E-Mails der AfD. Das Insa-Institut steht
schon länger in der Kritik, Nähe zur AfD zu pflegen. Insa-Chef Binkert
widerspricht diesem Vorwurf. Christian Fuchs aus dem Investigativressort
der ZEIT gibt im Podcast einen Einblick in die Recherche, die zu
angesehenen Juristen und zur Identitären Bewegung führt. Und er
beobachtet einen Wandel, an wen die Partei Aufträge vergibt.
Die Zahl der Ebola-Fälle im Kongo steigt schnell weiter. Mitte Mai ist
der Ausbruch mit einer neuen Virus-Variante bekannt geworden. Die
Variante ist bislang schwer zu bekämpfen, weil ein spezifischer
Impfstoff fehlt. Wie ein Impfstoff jetzt für Hoffnung sorgt und welche
Schwierigkeiten bleiben, erklärt Jakob Simmank, Chefreporter für
Gesundheit bei der ZEIT.
Und sonst so? Sie sind gefragt: Wie nennt man es, wenn man es nicht
bemerkt, dass man es mit einer KI zu tun hat?
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Weitere Links:
AfD-Daten: Ziemlich rechte Freunde
Hackerangriff auf die AfD: »Korruption geht alle etwas an, egal, wo man
politisch steht«
Ebola-Ausbruch im Ostkongo: Der Fluss und der Tod
Ebola in Zentralafrika: Mehr als 10.000 Ebola-Fälle in der DR Kongo
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Und hier gibt es unser Angebot für alle unter 30 Jahren. - Einen Tag nach der Parlamentswahl in Israel zeigt sich: Es gab eine
historisch hohe Wahlbeteiligung – doch das Ergebnis ist maximal
unentschieden. Nach Auszählung von etwa 80 Prozent der Stimmen liegt der
rechtsreligiöse Block von Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu
zwar eindeutig vorn, hat aber keine Mehrheit. Auch das Lager um den
Ex-Armeechef Gadi Eisenkot kommt laut den Prognosen nicht auf eine
Mehrheit. Den Regierungsauftrag für sich beansprucht haben aber bereits
beide. Entscheidend für die Regierungsbildung könnten jetzt die
arabischen Parteien sein, die auf einen Machtwechsel hinarbeiten wollen.
Steffi Hentschke berichtet für die ZEIT aus Israel, ordnet die
Entwicklungen ein und gibt eine Prognose für Netanjahus Zukunft.
Er hat die Präsidentschaftswahl verloren, dann sein Land verlassen. Nach
seiner Wahlniederlage gegen den Amtsinhaber Lula da Silva hat Flávio
Bolsonaro sich jetzt offenbar in die USA abgesetzt. Trotz richterlichen
Ausreiseverbots. Gegen den Sohn des früheren rechtsextremen
brasilianischen Präsidenten Jair Bolsonaro wird unter anderem wegen
Korruptions- und Geldwäscheverdachts ermittelt. Damit wäre er der zweite
Bolsonaro, der nach einer Wahlniederlage in die USA ausreist: Jair
Bolsonaro tat 2022 dasselbe. Wie die Flucht von Flávio Bolsonaro in
Brasilien aufgenommen wird, berichtet Alexander Kauschanski aus dem
Politikressort der ZEIT, der vor Ort die Wahl und ihre Folgen
beobachtet.
Außerdem im Podcast: In Spanien sind heute Morgen in der Provinz Toledo
zwei Hochgeschwindigkeitszüge zusammengestoßen. Mindestens 64 Menschen
sind dabei gestorben.
Außerdem: Das Bundesfamilienministerium macht eine Kehrtwende beim
Elterngeld. Und: Im Prozess um die Vergewaltigungsserie an betäubten
Frauen ist der 69-jährige Angeklagte vom Landgericht Berlin zu zwölf
Jahren Haft verurteilt worden.
Und sonst so? Mbappé und das Mao-Meme
Weitere Links zur Folge:
Parlamentswahl in Israel: Israel verzeichnet historisch hohe
Wahlbeteiligung bei Parlamentswahl
Liveblog: Parlamentswahl in Israel: 70 Prozent der Stimmen ausgezählt –
Netanjahu-Lager in Führung
Israelwahl: Es war eine Schicksalswahl. Das Ergebnis: polarisiert
Parlamentswahl in Israel: Die »sanfte Rache« der arabischen Israelis
Israelische Parlamentswahl: Arabische Parteien streben Ablösung von
Benjamin Netanjahu an
Wahl in Brasilien: Flávio Bolsonaro reiste über Argentinien nach Ecuador
aus
Brasilien: Flávio Bolsonaro verlässt anscheinend trotz Ausreiseverbot
das Land
Brasilien: Bolsonaros Flucht vor der Niederlage
Prozesse: Vergewaltigungsserie in Berlin – zwölf Jahre Haft
Zugunglück in Spanien: Mehr als 60 Tote bei Kollision von Zügen in
Spanien
Moderation und Produktion: Philip-Johann Moser
Redaktion: Rita Lauter
Mitarbeit: Anneke Rietkerken
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