
Spezial zur Opioid-Krise: Doc O. und seine Dämonen
10/01/2026 | 43 min
Im März 2006 verurteilt ein Gericht den Arzt Lou Ortenzio aus Clarksburg in West Virginia zu einer Bewährungsstrafe. Er verliert seine Zulassung und steht vor dem Nichts. Es ist das vorläufige Ende eines jahrzehntelangen Irrwegs, einer Verkettung zahlreicher leichtsinniger Entscheidungen und folgenschwerer Fehlscheinschätzungen. Wie Kollegen überall im Land, hatte Ortenzio in den neunzigern Jahren – getrieben von einem Paradigmenwechsel in der Schmerzmedizin und einer aggressiven Desinformationskampagne der Pharmaindustrie – im großen Stil Opioide an seine Patienten verschrieben, starke Schmerzmittel, die lange nur Krebs- und Intensivpatienten vorbehalten gewesen waren. Es war der Beginn einer der tödlichsten Gesundheitskrisen der Gegenwart, wegen der bis heute jedes Jahr zehntausende US-Bürger sterben. In diesem Spezial von "Was jetzt?" erzählt Jannis Carmesin eine Geschichte von Leichtsinn und Naivität, Gier und Vergebung, Schuld und Sühne – in der Ortenzio nicht nur Täter ist, sondern auch selbst zum Opfer wird. Moderation und Skript: Jannis Carmesin Redaktion: Bastian Berbner Produktion: Markus Gläser Per Mail erreichen Sie uns unter [email protected]. Sie wollen mehr exklusive Audioinhalte der ZEIT hören? Für nur 4,99 Euro im Monat können Sie hier unser neues Podcastabo abschließen. [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. Mehr hören? Dann testen Sie unser Podcastabo mit Zugriff auf alle Dokupodcasts und unser Podcastarchiv. Jetzt 4 Wochen kostenlos testen. Und falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot. Und hier gibt es unser Angebot für alle unter 30 Jahren.

Die Neujahrsvorsätze der SPD
10/01/2026 | 11 min
Die Bundestagsfraktion der SPD hat sich am Donnerstag und Freitag zu ihrer Jahresauftaktklausur in Berlin getroffen. Der Slogan, unter dem die Beschlussentwürfe der Tagung zusammengefasst wurden, war "Zusammen ist unsere Stärke". Dementsprechend wurde auf der Klausur auch für weniger Streit in der Koalition plädiert. 2026 solle für ernsthafte Reformen genutzt werden, die Regierungszeit dürfe nicht für Nebensächlichkeiten draufgehen. In Bezug auf die Migrationspolitik und Erbschaftsteuer weichen die auf der SPD-Klausur beschlossenen Positionen von denen des Koalitionspartners CDU/CSU teils deutlich ab. Was könnte das für die Arbeit der schwarz-roten Bundesregierung in den nächsten Wochen bedeuten? Das ordnet der politische Korrespondent der ZEIT, Michael Schlieben, im Podcast ein. Wegen eines gesundheitlichen Problems eines Besatzungsmitglieds bricht die Nasa erstmals eine Mission an Bord der Internationalen Raumstation ISS vorzeitig ab. Die US-Raumfahrtbehörde teilte mit, dass die vierköpfige Crew aus den USA, Japan und Russland schon in den kommenden Tagen zur Erde zurückkehren werde. Die Astronauten waren im August auf der ISS angekommen und hätten eigentlich bis Mai bleiben sollen. Am Mittwochnachmittag war ein medizinisches Problem bei einem Besatzungsmitglied aufgetreten, sein Gesundheitszustand sei inzwischen aber stabil. Auf der ISS gibt es zwar grundlegende medizinische Ausrüstung und Medikamente für bestimmte Situationen. Für medizinische Notfälle oder größere Operationen sind die Astronauten aber dann doch nicht ausgebildet. Den Gesundheitszustand der Astronauten hält die Nasa grundsätzlich geheim, Informationen dazu werden nur selten herausgegeben. Die Wissensredakteurin der ZEIT, Anna Carthaus, erklärt, was die vorzeitige Abreise der Crew für den Betrieb der Raumstation bedeutet. Und sonst so? Dieses Instrument lässt niemanden kalt. Moderation und Produktion: Moses Fendel Redaktion: Jannis Carmesin Mitarbeit: Mathias Peer, Mira Schrems Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter [email protected]. Weitere Links zur Folge: SPD-Klausur: Das wird wehtun SPD in 2026: Kann sich diese Partei retten? SPD: Sozialdemokraten in der Krise Abbruch von ISS-Mission: Ein kranker Astronaut im All? Die Nasa schweigt und evakuiert Raumfahrt: Nasa bricht ISS-Mission wegen medizinischen Problems ab Raumfahrt: Nasa erwägt frühere Rückkehr der ISS-Crew aus Gesundheitsgründen Sie wollen mehr exklusive Audioinhalte der ZEIT hören? Für nur 4,99 Euro im Monat können Sie hier unser neues Podcastabo abschließen. [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. Mehr hören? Dann testen Sie unser Podcastabo mit Zugriff auf alle Dokupodcasts und unser Podcastarchiv. Jetzt 4 Wochen kostenlos testen. Und falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot. Und hier gibt es unser Angebot für alle unter 30 Jahren.

Update: Steht das iranische Regime vor dem Sturz?
09/01/2026 | 10 min
Knapp zwei Wochen nach Beginn der landesweiten Demonstrationen im Iran werden die Proteste gegen die Regierung im Land immer größer. Gleichzeitig kappte die Regierung unter Ajatollah Chamenei landesweit Internet- und Telefonverbindungen. ZEIT-Redakteurin Lea Frehse analysiert, wie die iranische Führung derzeit dasteht und wie viel Rückhalt sie im Land noch hat. Das Sturmtief Elli sorgt in Deutschland für erhebliche Einschränkungen im Verkehr, ein Spiel der Fußball-Bundesliga muss verschoben werden. Insgesamt scheinen die schlimmsten Prognosen aber nicht einzutreten. Der Deutsche Wetterdienst bewertet Elli mittlerweile als normalen winterlichen Sturm. Waren die Warnungen vorab übertrieben? Claudia Vallentin, Redakteurin im Wissensressort der ZEIT, ordnet die Lage ein. Außerdem im Update: - Die venezolanische Regierung will offenbar eine größere Zahl von Gefangenen freilassen. - Die Europäische Union hat für ein Freihandelsabkommen mit den Mercosur-Staaten gestimmt. Und sonst so? KI-Eheschwur macht Ehe ungültig. Moderation und Produktion: Azadê Peşmen Redaktion: Jannis Carmesin Mitarbeit: Celine Yasemin Rolle Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter [email protected]. Wenn Sie immer auf dem Laufenden bleiben wollen, abonnieren Sie hier die ZEIT auf WhatsApp. Weitere Links zur Folge: Iran: Proteste im Iran erreichen neuen Höhepunkt Iran: Exil-Opposition ruft zu Generalstreik im Iran auf Protest im Iran: Irans Präsident mahnt Sicherheitskräfte zu Zurückhaltung bei Protesten Proteste im Iran: Die Angst des Ali Chamenei Wirtschaftskrise im Iran: Ein Protest, den die Führung ernst nimmt Proteste im Iran: Ajatollah Chamenei rückt Demonstranten in Nähe der USA Liveblog: Sturmtief Elli: Deutsche Bahn stellt Fernverkehr in Norddeutschland ein Sturmtief Elli: Was Sie wissen sollten, wenn Sie durch das Schneechaos reisen Winterwetter: Sturmtief Elli bringt noch mehr Schnee und Eis Venezuela: Regierung in Venezuela lässt politische Gefangene frei Südamerika: Mehr als 80 politische Häftlinge in Venezuela freigelassen Mercosur-Abkommen: Ein geopolitischer Glücksfall Rat der Europäischen Union: EU stimmt für Mercosur-Freihandelsabkommen Freihandel: Tausende Landwirte demonstrieren in Brüssel gegen Mercosur-Abkommen Sie wollen mehr exklusive Audioinhalte der ZEIT hören? Für nur 4,99 Euro im Monat können Sie hier unser neues Podcastabo abschließen. [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. Mehr hören? Dann testen Sie unser Podcastabo mit Zugriff auf alle Dokupodcasts und unser Podcastarchiv. Jetzt 4 Wochen kostenlos testen. Und falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot. Und hier gibt es unser Angebot für alle unter 30 Jahren.

Wenn die Kälte lebensgefährlich wird
09/01/2026 | 10 min
Das Sturmtief Elli fegt durch die Bundesrepublik, in einigen Regionen wurden in der Nacht zu Freitag Minusgrade im zweistelligen Bereich erwartet. Die Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe warnte: "Kälte stellt für obdachlose Menschen eine lebensbedrohliche Gefahr dar, da sie ohne Zugang zu warmen Schutzräumen den extremen Temperaturen schutzlos ausgeliefert sind." Das sagte die Arbeitsgemeinschafts-Sprecherin Marie-Sol Gersch am Mittwoch der Nachrichtenagentur dpa. Spendenfinanzierte Nothilfeprojekte wie der Mitternachtsbus der Diakonie Hamburg versorgen Wohnungslose bei Kälte mit Isomatten, warmer Kleidung und Heißgetränken. Die Mitternachtsbus-Verantwortliche Corinna Schnaus spricht im Podcast darüber, was die Betroffenen gerade am dringendsten brauchen. Nach 26 Jahren des Verhandelns steht eine Einigung über das Mercosur-Freihandelsabkommen zwischen der EU und Brasilien, Argentinien, Uruguay und Paraguay in Aussicht. Die EU plant eine Unterzeichnung des Abkommens am 12. Januar in Paraguay. Die Handelszone würde beinahe 20 Prozent der Weltwirtschaft und über 31 Prozent der globalen Warenexporte umfassen. Damit sollen Exporte gestärkt und die Abhängigkeit von China verringert werden. Wie kann das Mercosur-Freihandelsabkommen geopolitisch bewertet werden? Das schätzt der EU-Korrespondent der ZEIT, Ulrich Ladurner, ein. Und sonst so? Was, wenn die FDP aus dem Landtag Baden-Württembergs fliegt? Haare abrasieren! Moderation und Produktion: Azadê Peşmen Redaktion: Moses Fendel Mitarbeit: Mathias Peer, Mira Schrems Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter [email protected]. Weitere Links zur Folge: Winter: Wohnungslosenhilfe warnt wegen Kälte vor Lebensgefahr für Obdachlose Winter: Wetterdienst warnt vor erheblichen Frostschäden Obdachlosenhilfe: Ein bisschen Wärme Liveblog: Sturmtief Elli Mercosur: Kommt das Freihandelsabkommen? Mercosur: EU will Gelder für Landwirte früher freigeben Was jetzt? / Mercosur-Abkommen: Wer profitiert – und wer verliert Sie wollen mehr exklusive Audioinhalte der ZEIT hören? Für nur 4,99 Euro im Monat können Sie hier unser neues Podcastabo abschließen. [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. Mehr hören? Dann testen Sie unser Podcastabo mit Zugriff auf alle Dokupodcasts und unser Podcastarchiv. Jetzt 4 Wochen kostenlos testen. Und falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot. Und hier gibt es unser Angebot für alle unter 30 Jahren.

Update: ICE-Einsatz in Minneapolis – erleben die USA einen neuen George-Floyd-Moment?
08/01/2026 | 12 min
In Minneapolis im US-Bundesstaat Minnesota hat ein Beamter der US-Einwanderungsbehörde ICE eine Autofahrerin erschossen. Nach Polizeiangaben näherte sich der Beamte dem Wagen, der den Verkehr blockierte, zu Fuß, als das Auto anfuhr. Daraufhin schoss der Beamte. Die 37-jährige Fahrerin starb später im Krankenhaus. Nach dem Vorfall protestierten Hunderte Menschen am Tatort gegen ICE-Einsätze. US-Präsident Donald Trump verteidigte den Schützen und machte die "radikale linke Gewalt- und Hassbewegung" für die Eskalation verantwortlich. Der demokratische Gouverneur von Minnesota, Tim Walz, widersprach scharf und warf Trump vor, eine Politik zu betreiben, die "Angst, Schlagzeilen und Konflikte" erzeuge. Rieke Havertz, internationale Korrespondentin und USA-Expertin der ZEIT, schätzt im Podcast ein, ob sich der Konflikt zwischen der Regierung von Minnesota und Trump zuspitzen könnte und ob mit weiteren Protesten zu rechnen ist. In mehreren deutschen Bundesländern haben Landwirte gegen das geplante Freihandelsabkommen der EU mit den Mercosur-Staaten Argentinien, Brasilien, Paraguay und Uruguay protestiert. Das Abkommen wird seit 1999 verhandelt und soll Zölle auf rund 91 Prozent des Warenhandels zwischen den beteiligten Ländern abschaffen – es wäre die größte Freihandelszone der Welt. Warum viele Bauern in Deutschland und auch in anderen Ländern dagegen sind, erklärt Politikredakteurin Merlind Theile. Außerdem im Update: - In der syrischen Stadt Aleppo sind bei erneuten Kämpfen zwischen der Übergangsregierung und den kurdisch geführten Demokratischen Kräften Syriens (SDF) mindestens vier Menschen getötet worden, weitere wurden verletzt. Worum es bei dem Konflikt geht und ob sich die Gewaltspirale noch eindämmen lässt, ordnet Anna-Theresa Bachmann, die für die ZEIT in Syrien unterwegs ist, ein. - Wegen des Sturmtiefs "Elli" hat der Deutsche Wetterdienst eine Unwetterwarnung herausgegeben. Betroffen von Schnee, Eis und Glätte sind vor allem der Norden und der Osten Deutschlands. In Hamburg, Bremen und Teilen Niedersachsens bleiben am Freitag die Schulen geschlossen. Die Deutsche Bahn schränkt ihren Zugverkehr vorsorglich ein. - Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Rainer Haseloff (CDU) hat angekündigt, sein Amt vorzeitig aufzugeben. Für ihn soll der bisherige Wirtschaftsminister Sven Schulze übernehmen. Er ist zugleich Spitzenkandidat der CDU für die Landtagswahlen, die am 6. September stattfinden. Und sonst so? Wie gesund lebst du? Moderation und Produktion: Constanze Kainz Redaktion: Moses Fendel Mitarbeit: Maximilian Renzikowski Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter [email protected]. Weitere Links zur Folge: Rekrutierung bei ICE: Repression als Karrierechance Abschiebungen in den USA: "Weil wir Migranten sind" Mercosur: EU will Gelder für Landwirte früher freigeben Mercosur-Abkommen: Warum Frankreich das Mercosur-Abkommen blockiert Syrien: Mindestens vier Tote bei Kämpfen in Aleppo Sturz des Assad-Regimes: Unter uns Syrern Landtagswahl in Sachsen-Anhalt: Hallo, uns gibt es auch noch! Sie wollen mehr exklusive Audioinhalte der ZEIT hören? Für nur 4,99 Euro im Monat können Sie hier unser neues Podcastabo abschließen. [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER. Mehr hören? Dann testen Sie unser Podcastabo mit Zugriff auf alle Dokupodcasts und unser Podcastarchiv. Jetzt 4 Wochen kostenlos testen. Und falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot. Und hier gibt es unser Angebot für alle unter 30 Jahren.



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