2000 episodi
- In Israel wird heute ein neues Parlament, die Knesset, gewählt. Zum
ersten Mal seit 1988 findet die Wahl zum regulären Ende einer
Legislaturperiode statt. Sie gilt nicht nur als Abstimmung über den
Langzeitpräsidenten Netanjahu, es geht auch um die Teilhabe der
arabischen Minderheit, die Wehrpflicht der Ultraorthodoxen und den
Rechtsstaat an sich. Netanjahus wichtigster Herausforderer heißt Gadi
Eisenkot und ist sein ehemaliger Generalstabschef. Was der
Anti-Netanjahu politisch fordert, weiß Jan Roß aus dem Politikressort
der ZEIT. Er begleitet die Wahl heute in Jerusalem.
Mit einem neuen Investitionsschutzgesetz will die Bundesregierung die in
Berlin geplante Vergesellschaftung von großen privaten Wohnungsbeständen
erschweren. Bundesinnenminister Alexander Dobrindt sprach von einem
»Vergesellschaftungsfetisch«, dem man mit diesen Regelungen
entgegenwirken wolle: Entschädigungen sollen ausschließlich zum vollen
Verkehrswert möglich sein, der durch ein Wertgutachten zu ermitteln ist.
Die Entschädigungen sollen unmittelbar in Geld erfolgen und die
»zwingende Notwendigkeit« der Vergesellschaftung soll explizit
nachgewiesen werden. Wie Vergesellschaftungen in unserem Grundgesetz
verankert sind und ob Dobrindt mit seinem Vorschlag Erfolg haben wird,
weiß Marcus Rohwetter aus dem Wirtschaftsressort der ZEIT.
Und sonst so? Stundenlang anstehen für einen… Teppich?
Moderation und Produktion: Elise Landschek
Redaktion: Jannis Carmesin
Mitarbeit: Christina Felschen, Anneke Rietkerken
Alle Folgen unseres Podcasts finden Sie hier. Fragen, Kritik,
Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de.
Weitere Links zur Folge:
Parlamentswahl in Israel: Die wichtigen Fragen und Antworten zur Wahl in
Israel
Wahlen in Israel: Das ist Netanjahus Konkurrenz
Gadi Eisenkot: Kann er Netanjahu besiegen?
Benjamin Netanjahu: Wählen Sie ihn trotzdem?
Ultraorthodoxe Juden in Israel: Kulturkampf um Israels Identität
Joav Segalovitz: Ein bisschen Licht
Investitionsschutzgesetz: Dobrindt legt Eckpunkte für Gesetz gegen
Vergesellschaftungen vor
Vergesellschaftung von Wohnungskonzernen: Wo bleibt das
Eigentumsschutzgesetz der Bundesregierung?
Berlin: Eralp hält geplantes Investitionsschutzgesetz für
verfassungswidrig
Vergesellschaftung von Wohnungen: Das nächste gebrochene
Kanzlerversprechen?
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Und hier gibt es unser Angebot für alle unter 30 Jahren. - Die sogenannte Studentenliste hat die vorgezogene Parlamentswahl in
Serbien am Wochenende überraschend klar gewonnen. Wofür die Liste steht
und wie sie den Protest von der Straße in Regierungsarbeit überführen
möchte, erklärt Auslandskorrespondent Ulrich Ladurner im
Nachrichtenpodcast.
Bei der Präsidentschaftswahl in Brasilien hat sich dagegen der
Amtsinhaber durchgesetzt. Der linksgerichtete Luiz Inácio Lula da Silva
bekam bei der Stichwahl am Sonntag 51,8 Prozent der Stimmen und setzte
sich somit gegen den rechten Kandidaten Flávio Bolsonaro durch. Der Sohn
des ultrarechten Ex-Präsidenten Jair Bolsonaro forderte im Anschluss,
das Wahlergebnis zu annullieren. Ob ein Gericht das Ergebnis noch kippen
könnte und ob Brasilien ähnliche Unruhe droht wie nach der
Wahlniederlage von Bolsonaro gegen Lula im Jahr 2022, ordnet Azadê
Peşmen ein.
Außerdem im Podcast: Bundeskanzler Friedrich Merz ist zur bislang
längsten Auslandsreise seiner Amtszeit nach Ostasien aufgebrochen.
Und sonst so? Gemüse auf Rezept.
Moderation und Produktion: Erica Zingher
Redaktion: Jannis Carmesin
Fragen, Kritik, Anregungen? Sie erreichen uns unter wasjetzt@zeit.de.
Weiterführende Links:
Parlamentswahl in Serbien: Dieser Sieg gehört der serbischen Jugend
Stichwahl in Brasilien: Lula triumphiert. Doch der Bolsonaro-Clan gibt
nicht auf
Friedrich Merz: Merz bricht zu mehrtägiger Reise nach Asien auf
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Und hier gibt es unser Angebot für alle unter 30 Jahren. - In Frankreich war an diesem Wochenende viel los. In der Nähe von Paris
kam es am Freitag zu einem mutmaßlich rechtsextremen Anschlag. Im rund
100 Kilometer südlich von Paris gelegenen Orléans hat die
rechtsnationale Partei Rassemblement National ihren Parteitag mit
Auftakt zum Präsidentschaftswahlkampf abgehalten. Parallel sind im
gesamten Land – trotz teilweise erteilten Protestverbots – Demonstranten
auf die Straße gegangen. Bei hunderttausenden Demonstranten kam es am
Samstag landesweit zu mehr als 1.300 Festnahmen. Das Wochenende vor Ort
beobachtet hat der ZEIT-Frankreichkorrespondent Matthias Krupa. Er weiß
auch, wie Marine Le Pen die andauernden Proteste für sich nutzt.
Der Audi-Vorstandschef Gernot Döllner auf der Bühne einer
Wahlkampfveranstaltung von Donald Trump. Dieses Bild hat sich am
Wochenende in Perry, Georgia gezeigt. Gemeinsam mit Trump hat Döllner
verkündet, dass Audi dort in Georgia ab Anfang 2027 sein erstes Werk in
den USA bauen will. Umgerechnet rund 3,6 Milliarden Euro Investition
sollen laut Audi in den Standort fließen und dann ab Anfang der 2030er
Jahre jährlich 200.000 Premium-SUVs gebaut werden. Die Verkündung kommt
in einer Zeit, in der Trump vor den anstehenden Midterms unter Druck
steht, die heimische Wirtschaft anzukurbeln. Audi wiederum steht unter
dem Druck amerikanischer Zölle und liebäugelt schon seit einigen Jahren
mit einem Werk in den USA. Wie es dazu kommt, dass eine solche
Verkündung auf Trumps Wahlkampfbühne stattfindet und ob die Produktion
in den USA Audi aus der Krise hilft, weiß Max Hägler aus dem
Wirtschaftsressort der ZEIT.
Und sonst so? Pilze suchen als Bildungsurlaub
Moderation und Produktion: Mounia Meiborg
Mitarbeit: Anneke Rietkerken, Susanne Hehr
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Weitere Links zur Folge:
Frankreich: Drei weitere Festnahmen nach tödlichen Schüssen nahe Paris
RN-Parteitag in Orléans: Proteste bei Parteitag der Rechtspopulisten in
Frankreich erwartet
Proteste in Frankreich: 1.300 Festnahmen bei Demonstrationen in
Frankreich
Proteste in Frankreich: »Diese Wut wird sich nicht so leicht wieder
legen«
Autoindustrie: Audi kündigt auf Wahlkampfveranstaltung von Trump erstes
US-Werk an
Subventionen: Audi plant E-Auto-Fabrik in den USA
Autoindustrie: Audi senkt Prognose für 2026 und hofft auf das zweite
Halbjahr
Deutsche Autoindustrie: »Jetzt sind wir wieder da: in der völligen
Unsicherheit«
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Und hier gibt es unser Angebot für alle unter 30 Jahren. - Am Sonntag treten Lula da Silva und Flávio Bolsonaro in Brasilien zur
Stichwahl an. Obwohl Bolsonaro im ersten Wahlgang vorn lag, könnte es
knapp werden. Für das »Was jetzt?«-Team berichtet Azadê Peşmen aus
Brasilien, wie Lulas Anhänger online mobilisieren und warum der
Facebook-Konzern Meta in der Kritik steht.
In mehreren türkischen Städten haben zahlreiche Menschen für
Pressefreiheit demonstriert. Zuvor wurde das Nachrichtenportal T24
gesperrt und der Fernsehsender Halk TV unter staatliche Zwangsverwaltung
gestellt. Warum geht die Regierung gerade jetzt gegen kritische Medien
vor? Hannah Grünewald berichtet für »Was jetzt?« aus der Türkei.
Und sonst so? Hitlers »Teehaus« am Obersalzberg durch Feuer weitgehend
zerstört
Moderation und Produktion: Philip-Johann Moser
Mitarbeit: Mathias Peer, Emilia Portwich
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Weitere Links zur Folge:
Stichwahl in Brasilien: Kommt jetzt der nächste Bolsonaro an die Macht?
Halk TV: Türkische Regierung übernimmt Kontrolle eines oppositionsnahen
Senders
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Und hier gibt es unser Angebot für alle unter 30 Jahren. Spezial »Der Wahlkreis«: Ist das Establishment am Ende – oder kommt da noch was?
24/10/2026 | 1 h 3 minDerzeit ist jede Wahl eine Anti-Establishment-Wahl: gegen die da oben,
die immer schon an der Macht sind, die uns den ganzen Schlamassel
überhaupt erst eingebrockt haben. Von rechts gibt es diese Kritik seit
Jahren. Nun gibt es sie auch von links. Keine gute Zeit für Parteien der
Mitte – weder in Deutschland noch sonst wo im Westen.
In der aktuellen Folge des Wahlkreis-Podcasts gehen unsere Hosts Lisa
Caspari, Paul Middelhoff und Robert Pausch der Frage nach, wer das
Establishment eigentlich ist, warum man sich dort in bestimmten Dingen
lange so einig war und wie es dazu kommen konnte, dass plötzlich alle
dagegen sind. Aber es gibt auch Hoffnung für die Gescholtenen:
Mitte-Politiker in den USA und im Vereinigten Königreich gehen neue
Wege.
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