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Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)
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  • Geschichte

    Schweizerhalle 1986: Die Nacht der Chemie-Katastrophe

    08/09/2026 | 25 min
    1986 erschüttert die Brandkatastrophe von Schweizerhalle die Region Basel: Sirenen, möglicherweise giftiger Rauch, ein verseuchter Rhein und chaotische Informationen. Lokaljournalistin Cathy Flaviano berichtet als eine der Ersten live von der Katastrophe. Die Rekonstruktion der dramatischen Nacht.

    Als in der Nacht auf den 1. November 1986 in Schweizerhalle das Feuer ausbricht, weiss niemand, wie gross die Gefahr wirklich ist. Zwischen widersprüchlichen Behördeninformationen, hektischer Berichterstattung und wachsender Verunsicherung versucht die Region Basel zu verstehen, was geschieht. Die damals 19-jährige Cathy Flaviano ist Zeitzeugin und rekonstruiert für «Geschichte» ihre Erinnerungen einer Nacht, welche sich ins kollektive Gedächtnis von Basel eingebrannt hat.

    Fast 40 Jahre später führt die Recherche zurück an den Ort der Katastrophe. Gemeinsam mit Cathy Flaviano besucht Host Silvan Zemp das Industriegebiet von Schweizerhalle und rekonstruiert Minute für Minute, wie aus ersten Meldungen über einen angeblichen «Schwelbrand» eine der grössten Umweltkatastrophen der Schweiz wurde. Und wie das noch junge Lokalradio Basilisk plötzlich im Zentrum der Behördeninformation stand und Katastrophenberichterstattung machte, statt seinen Geburtstag zu feiern.
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    Hast du Feedback, Fragen oder Wünsche? Wir freuen uns auf deine Nachricht via geschichte@srf.ch – und wenn du deinen Freund:innen von uns erzählst.
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    In dieser Episode zu hören:
    · Cathy Flaviano, damals 19-jährige Lokaljournalistin bei Radio Basilisk, Zeitzeugin
    · Daniel Fornaro, damaliger Moderator bei Radio Basilisk in der Katastrophennacht (Archivtöne Radio Basilisk)
    · Silvio Mettler, damaliger Fotograf bei der Basler Zeitung (Archivtöne SRF)
    · Urs Hobi, damaliger Chefredaktor von Radio Basilisk. Koordinierte in der Nacht die Berichterstattung aus der Redaktion und unterstützte die journalistische Einordnung der Ereignisse (Archivtöne Radio Basilisk)
    · Roger Thiriet, Moderator der Morgensendung von Radio Basilisk. Begleitete die Bevölkerung mit aktuellen Informationen nach Aufhebung des Alarms.

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    Produktion und Moderation:
    Silvan Zemp

    Archivrecherchen:
    Seraina Scherer, Stefanie Strahm, Susan Eberhard (Recherchen & Archive Radio SRF)

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    Links:
    «Falscher Alarm»: Hörcollage von Lukas Holliger zu den Ereignissen in Schweizerhalle: https://www.srf.ch/audio/hoerspiel/falscher-alarm-hoer-collage-von-lukas-holliger?id=AUDI20251010_NR_0006

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    Welche Aspekte der Brandkatastrophe von Schweizerhalle interessieren euch besonders? Eure Fragen greifen wir in einer späteren Q&A-Folge mit Fachleuten auf. Schreibt uns an geschichte@srf.ch.
  • Geschichte

    Weltwirtschaftskrise: Warum's nie mehr so schlimm kam

    25/08/2026 | 26 min
    Die Börsenkurse sind in den letzten 100 Jahren im wieder abgestürzt - von der Dotcom- über die Subprime- und die Finanz- bis zur Corona-Krise. Kein Crash aber hatte so gravierende Folgen wie derjenige von 1929, der zur grossen Weltwirtschaftskrise führte.

    Der Dow Jones braucht lange, bis er sich von seinem grossen Sturz im Jahr 1929 erholt - erst 25 Jahre später ist er wieder auf dem gleichen Niveau liegt wie damals. Danach aber kennt er nur eine Richtung - nach oben. Zwar stürzt er zwischendurch prozentual stärker ab als 1929 - zum Beispiel am "Schwarzen Montag" von 1987. Die Kurse an den Börsen erholen sich aber jeweils deutlich schneller wieder, die Weltwirtschaft wird weniger lang in Mitleidenschaft gezogen als in den 1930er Jahren und relativ bald knackt der Dow Jones weitere Rekordmarken. Auch aktuell scheint sich eine Blase rund um KI-Unternehmen aufzubauen. Doch niemand rechnet damit, dass die Folgen nach einem möglichen Platzen dieser Blase ähnlich gravierend sein würden, wie 1929.

    Welche Rolle spielt die Erinnerung an die Weltwirtschaftskrise heute noch? Warum haben die grossen Kursstürze der letzten Jahrzehnte nie so gravierende Folgen gehabt, wie jener am Black Tuesday von 1929? Was haben Wissenschaft und Politik aus den Ereignissen von damals gelernt - und was nicht? Und ist die Schweiz besser gewappnet als andere? Antworten auf diese Fragen suchen wir in dieser Episode des SRF-Podcasts Geschichte zur Weltwirtschaftskrise von 1929 zusammen mit dem deutschen Ökonomen und früheren Politiker, Karl-Heinz Paqué und dem SRF-Börsenkorrespondenten in den USA, Jens Korte.

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    Hast du Feedback, Fragen oder Wünsche? Wir freuen uns auf deine Nachricht via geschichte@srf.ch – und wenn du deinen Freund:innen von uns erzählst.
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    In dieser Episode zu hören:
    - Karl-Heinz Paqué, Ökonom, ehem. Finanzminister von Sachsen-Anhalt für die FDP, bis 2026 Vorstandsvorsitzender der Friedrich Naumann-Stiftung
    - Jens Korte, Wall Street-Korrespondent, u.a. für Schweizer Radio und Fernsehen SRF

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    Literatur:
    - Pressler, Florian. Die erste Weltwirtschaftskrise : eine kleine Geschichte der großen Depression. 2. Auflage, Unveränderter Nachdruck, C.H. Beck, 2019.
  • Geschichte

    Weltwirtschaftskrise: die Schweiz trifft’s später, aber härter

    11/08/2026 | 28 min
    Im Oktober 1929 kommt's an der Wall Street in New York zum grossen Crash. Bald folgt eine wirtschaftliche Krise, die grosse Depression, die weltweit spürbar ist – auch in der Schweiz, verspätet zwar aber härter als andere Länder.

    Anfangs kann die durch die starke Nachfrage nach Wohnungen gut ausgelastete Bauwirtschaft die Auswirkungen der Weltwirtschaftskrise auf die Schweiz abdämpfen. Zwei Jahre nach dem Crash in New York, stehen dann aber auch in Bern, die Zeichen auf Krise. Vor allem die Schweizer Exportindustrie aber auch der Finanzplatz leiden, die Arbeitslosigkeit steigt und Armut macht sich breit. Zwar ist in der Schweiz nie ein so grosser Teil der Bevölkerung ohne Stelle, wie in anderen Ländern, aber die Arbeitslosigkeit hält sich hartnäckig. Während Länder wie die USA die Nachfrage ankurbeln und die Krise vergleichsweise schnell überwinden, reagiert die politische Schweiz zuerst mit rigiden Sparmassnahmen und sie wertet den Franken lange nicht ab. Erst allmählich setzt auch hierzulande der Staat auf Arbeitsbeschaffungsmassnahmen. 1936 gibt die Nationalbank mit der Abwertung des Frankens der Exportindustrie Schub.
    In dieser Episode von SRF Geschichte treffen wir den Historiker Bernard Degen im Amt für Wirtschaft und Arbeit an der Utengasse in Basel, einem Gebäude, dass 1932 eröffnet wurde, um der wachsenden Zahl von Stellensuchenden Unterstützung zu bieten. Dort fragen wir, warum es die Schweiz später aber härter trifft als andere Länder, was die Weltwirtschaftskrise in der Schweiz auslöst und was bis heute davon sicht- und spürbar ist.
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    In dieser Episode zu hören:
    - Bernard Degen, Historiker, Universität Basel.
    - Nicole Hostettler, Leiterin Amt für Wirtschaft und Arbeit Basel-Stadt

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    Literatur:
    - Halbeisen, Patrick, u. a., Herausgeber. Wirtschaftsgeschichte der Schweiz im 20. Jahrhundert. Schwabe Verlag Basel, 2017.
    - Pressler, Florian. Die erste Weltwirtschaftskrise : eine kleine Geschichte der großen Depression. 2. Auflage, Unveränderter Nachdruck, C.H. Beck, 2019.

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    Recherche, Produktion und Moderation: Klaus Ammann
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    Hier lernt ihr die Schweizer Geschichte so richtig kennen – mit all ihren Eigenarten, Erfolgen, Fails, Persönlichkeiten und Dramen. Im Podcast «Geschichte» (ehemals «Zeitblende») von SRF Wissen tauchen wir in die Schweizer Vergangenheit ein – und möchten verstehen, wie sie unsere Gegenwart prägt. Habt ihr Themenvorschläge oder Feedback? Meldet euch bei geschichte@srf.ch.
  • Geschichte

    Weltwirtschaftskrise: der Crash 1929, eine Katastrophe mit Ansage

    28/07/2026 | 31 min
    Der Börsencrash von 1929 an der Wall Street löst die Weltwirtschaftskrise aus. Warum Millionen Menschen in Armut und Elend schlitterten und wie Banker von Stars zu Buhmännern wurden.

    In den 1920 Jahren werden Banker und Investoren gefeiert wie Popstars. Immer mehr Menschen aus allen Schichten der Gesellschaft kaufen Aktien - auf Kredit. Dann bricht der Aktienmarkt zusammen. Die wilden Zwanziger Jahre kommen zu einem jähen Ende. Der Ausverkauf an den US-Börsen stürzt Millionen Menschen in Armut und Verzweiflung. Banker wie der National City-Chef, Charlie Mitchell werden von Stars zu Buhmännern. Und, schnell zieht die Krise Länder rund um den Globus in Mitleidenschaft.
    In dieser Episode von SRF Geschichte kommt Andrew Ross Sorkin zu Wort. Der Finanzkolumnist der New York Times erzählt in seinem neuen Buch den Crash von 1929 und was danach geschehen ist anhand der wichtigsten Figuren an der Wall Street und im Weissen Haus zu der Zeit. Wer waren die Entscheidungsträger wirklich? In welchem Umfeld handelten sie und mit welchen Motiven? Hätte die Politik die Krise, die grosse Depression, nach dem Crash verhindern können?
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    In dieser Episode zu hören:
    - Andrew Ross Sorkin, Finanzkolumnist der New York Times, Autor.
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    Literatur:
    - Pecora, Ferdinand. Wall Street under Oath : The Story of Our Modern Money Changers. Simon and Schuster, 1939.
    - Pressler, Florian. Die erste Weltwirtschaftskrise : eine kleine Geschichte der großen Depression. 2. Auflage, Unveränderter Nachdruck, C.H. Beck, 2019.
    - Sorkin, Andrew Ross. 1929 : Inside the Greatest Crash in Wall Street History - and How It Shattered a Nation. Viking, 2025.

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    Recherche, Produktion und Moderation: Klaus Ammann
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    Hier lernt ihr die Schweizer Geschichte so richtig kennen – mit all ihren Eigenarten, Erfolgen, Fails, Persönlichkeiten und Dramen. Im Podcast «Geschichte» (ehemals «Zeitblende») von SRF Wissen tauchen wir in die Schweizer Vergangenheit ein – und möchten verstehen, wie sie unsere Gegenwart prägt. Habt ihr Themenvorschläge oder Feedback? Meldet euch bei geschichte@srf.ch.
  • Geschichte

    «Ich muss ins Internet!» – Wie das Netz zum Massenmedium wird

    14/07/2026 | 34 min
    Heute ist das Internet überall: in der Hosentasche, im Auto, am Handgelenk. Doch 1996 stürmt ein Mann die «Benissimo»-Bühne und fleht Quizmaster Beni Thurnheer an, ihm den Weg ins Internet zu zeigen. Ein Blick zurück auf die Jahre, in denen das Internet in der Schweiz zum Massenmedium wird.

    Um die Jahrtausendwende wird das Internet in der Schweiz zum Massenmedium. 1997 hat es erst gut jede und jeder Siebte genutzt, fünf Jahre später sind es mit über 60 Prozent schon mehr als die Hälfte. Gleichzeitig verschwindet das alte Monopol: Auf den 1. Januar 1998 wird die PTT aufgeteilt – in die Post und in die teilprivatisierte Swisscom. Plötzlich gibt es Konkurrenz, Anbieter wie diAx, Cablecom oder Sunrise buhlen um die Kundschaft. Doch abseits der grossen Player ist längst eine andere Szene am Werk: Hobby-Netzwerker, Bastler, Hacker.

    Einer von ihnen ist Steff Gruber. Schon in den frühen 80er Jahren wählt er sich mit einem in Japan gekauften Modem in Mailboxen ein und gehört bald zu einer kleinen, weltweiten Gemeinschaft von Computer-Hackern – über einen Router im Keller der ETH gelangt er sogar bis ins CERN. Mit seinem Verein Cultnet baut er einen der ersten öffentlichen Mailbox-Anbieter der Schweiz auf und schliesst ihn ans Netz der PTT an, die ihn als Radiopiraten einst gejagt hatte. Den Vertrag dazu schreiben sie auf ein Papier-Tischset. Reich wird Gruber damit nicht. Dafür verkauft er später eine Internet-Adresse, die er einst registriert hat, an Microsoft: xbox.com. Über den Preis wird Stillschweigen vereinbart, doch es ist wohl eine der höchsten Summen, die je in der Schweiz für eine Domain bezahlt wurde.

    Erst muss das Internet aber seine erste grosse Krise überstehen. Anfang der Nuller-Jahre scheint eine Webseite mit «.com»-Endung schon fast eine Lizenz zum Gelddrucken. Am 10. März 2000 erreicht der Technologie-Index NASDAQ seinen Höchststand, dann platzt die Dotcom-Blase. Swisscom-Chef Jens Alder kommt mit dem Mantra davon, nur zu tun, was man selber versteht – und bekommt später das spektakuläre Angebot, mit der Swisscom die Deutsche Telekom zu übernehmen.
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    In dieser Episode zu hören:
    · Bernhard "Beni" Thurnheer, Sportreporter, TV-Moderator, Showmaster und Autor
    · Moritz Leuenberger, ehemaliger Bundesrat Vorsteher des Eidgenössischen Departements für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK)
    · Steff Gruber, Filmemacher, Fotograf, Autor, Unternehmer und Telekommunikations- und Internetpionier
    · Jens Alder, ehemaliger CEO der Swisscom
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    Recherche, Produktion und Moderation:
    Jürg Tschirren
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    Literatur:
    Wishart, Adam und Bochsler, Regula (2003): Leaving Reality Behind: etoy vs eToys.com & Other Battles to Control Cyberspace. Fourth Estate
    McCullough, Brian (2018), How the Internet Happened: From Netscape to the iPhone. Liveright
    Wu, Tim (2010): The Master Switch: The Rise and Fall of Information Empires. Columbia Law School
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    Links:
    NZZ: "25 Jahre Internet in der Schweiz" https://www.nzz.ch/25-jahre-internet-in-der-schweiz-ld.645423
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