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Uwe Kullnick
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  • Literatur Radio Hörbahn

    Kath-Akademie Archiv: Hanns Zischler zu Gast bei Albert von Schirnding

    04/10/2026 | 1 h 25 min
    Kath-Akademie Archiv: Hanns Zischler zu Gast bei Albert von Schirnding
    Hördauer: 85 Minuten

    Keiner ist verwaist, der die Sprache als Haus begreift, in dem wir wohnen. (Hanns Zischler)

    Den Wunsch seiner Mutter, Pfarrer zu werden, hatte Hanns Zischler nicht erfüllen können. Stattdessen bewegte und bewegt sich sein Leben ungewöhnlich facettenreich um die beiden Pole Film und Literatur. Mit über 200 Film- und Fernsehrollen wurde er ein national und international renommierter Filmschauspieler. Darüber hinaus arbeitete der ewige Dilettant, wie er sich selbst einmal nannte, aber auch als Regisseur, als Dramaturg an der Berliner Schaubühne, als Hörspiel- und Hörbuchsprecher und als Fotograf. Ebenso bemerkenswert vielschichtig ist sein literarisches Schaffen. Hanns Zischler übersetzte u.a. den Philosophen Jacques Derrida, schrieb Filmkritiken, Zeitschriftenartikel und literarische Essays. Er ist Mitbegründer der poetisch-philosophischen Berliner Kleinverlage Alphaeus und Merve. 1996 erschien mit ‚Kafka geht ins Kino‘ – mittlerweile in neun Sprachen übersetzt – sein zum Klassiker gewordenes Werk. Es belegt akribisch, wie der Stummfilm Kafkas Opus beeinflusste. Zu seinen jüngsten Publikationen zählen ‚Berlin ist zu groß für Berlin‘ und das literarische Kleinod: die Erzählung ‚Das Mädchen mit den Orangenpapieren‘. Seiner fränkischen Heimat widmete der seit vielen Jahren in Berlin lebende Autor und Schauspieler mit ‚Die Fränkische Alb. Die schönste Mondlandschaft, die man sich denken kann‘, einen wunderbar poetischen Essay. Für sein literarisches Werk erhielt Hanns Zischler unter anderem den Friedrich-Baur-Preis der Bayerischen Akademie der Schönen Künste, den Heinrich-Mann-Preis und den Preis der Literaturhäuser. Die Mainzer Akademie der Wissenschaften und Literatur wählte ihn 2012 zu ihrem Mitglied.

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    Katholische Akademie in Bayern
    Kardinal Wendel Haus
    Mandlstraße 23, 80802 München

    Realisation Uwe Kullnick
  • Literatur Radio Hörbahn

    "Carl Goerdeler" von Peter Theiner – eine Rezension von Findos Buecher

    02/10/2026 | 7 min
    "Carl Goerdeler" von Peter Theiner – eine Rezension
    von Findos Buecher
    (Hördauer ca. 8 Minuten)

    Nichts sprach dafür, dass der konservative Verwaltungsjurist und Kommunalpolitiker Carl Friedrich Goerdeler zum Widerstandskämpfer berufen war und doch geschah eben dies. Um ihn, den ehemaligen Oberbürgermeister der Messestadt Leipzig, dessen Karriere in den Verwaltungen von Solingen und Königsberg ihren Anlauf nahm, bildete sich ein Netzwerk des Widerstands, welches Menschen unterschiedlicher politischer Richtungen verband, bis er noch vor dem 20. Juli 1944 zur Fahndung ausgeschrieben, später denunziert und hingerichtet wurde.

    Der Historiker Peter Theiner hat nun die Lebensgeschichte dieses Mannes aufgearbeitet, der früh die Fehler des NS-Regimes erkannt und Überlegungen zur Gestaltung eines vereinten Europas angestellt hat, welche erst viel später verwirklicht werden sollten. Das Buch ist im September 2024 bei C.H. Beck erschienen.

    Eine Rezension von Findos Bücher. Die vollständie Textfassung der Rezension finden Sie hier.
    Sprecherin Heike Stepprath
    Link zum Buch
     
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    Schnitt: Jupp Stepprath, Realisation: Uwe Kullnick
     
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  • Literatur Radio Hörbahn

    Todeswalzer – Der Sommer 1944 von Christian Bommarius (Kapitel 10) EJ-EB

    01/10/2026 | 7 min
    Todeswalzer: Der Sommer 1944 von Christian Bommarius  - Kapitel 10
    (Hördauer ca. 8 Minuten)

    „Todeswalzer“ von Christian Bommarius wird von Literatur Radio Hörbahn im Rahmen der Reihe „Ein Buch – ein Jahr“ vorgestellt. In 12 ausgewählten Passagen nähern wir uns der historischen und moralischen Dimension dieses Buches, das sich mit Abgründen der Geschichte auseinandersetzt,  faktenbasiert und sensibel erzählt. Die Auszüge sind so gewählt, dass sie zentrale Linien und Fragen ansprechen, ohne das gesamte Werk vorwegzunehmen.

    Die zwölf Sendungen erscheinen über das Jahr hinweg jeweils an einem festen Tag im Monat online. So entsteht eine rhythmisierte Auseinandersetzung mit einem fordernden Stoff, die Hörerinnen und Hörern Zeit gibt, das Gehörte zu verarbeiten – und zugleich anregt, das Buch selbst in die Hand zu nehmen.

    Es liest: Matthias Pöhlmann

    Am 1. Juni 1944 beherrschen deutsche Truppen fast ganz Europa; drei Monate später stehen die Alliierten an den Grenzen des Reichs. Das Ende des blutigsten Kriegs der Geschichte scheint unmittelbar bevorzustehen, doch es wird weitere acht Monate dauern, in denen noch einmal so viele Menschen wie in den fünf Jahren zuvor sterben werden. Und: Als zwischen Mai und Juli über 400.000 ungarische Juden nach Auschwitz deportiert werden, kommt der Holocaust zu einem seiner letzten Exzesse.

    Im Sommer 1944 begann sich der Todeswalzer in einer nie zuvor für möglich gehaltenen Geschwindigkeit zu drehen. Die Gleichzeitigkeit des Mordens und der Lebensfreude, auch im Reich, packend dargestellt in Christian Bommarius' großer Erzählung, macht uns bis heute fassungslos.

    Christian Bommarius, Jahrgang 1958, studierte Germanistik und Rechtswissenschaft. Nach journalistischen Stationen, etwa als Korrespondent beim Bundesverfassungsgericht, war er von 1998 bis 2017 Redakteur der ›Berliner Zeitung‹, anschließend Kolumnist der ›Süddeutschen Zeitung‹ und ist seither freier Publizist. Für sein publizistisches Werk wurde Bommarius der Heinrich-Mann-Preis der Akademie der Künste Berlin ausgezeichnet.

    Schnitt und Technik Jupp Stepprath, Realisation Uwe Kullnick
    _____________________________________________________________________________
    Es gibt Literatur Radio Hörbahn seit März 2015. Unser Programm beinhaltet Lyrik, Prosa, Drama, Literaturkritik, Lyrik für Kinder, Interviews, Rezensionen, Essays, Kurzgeschichten, Aufnahmen von Lesungen, Reportagen, Vorträge, Tagungen, historische Themen, eigene Produktionen und vieles mehr.

    Unsere Programme laufen völlig unabhängig, ohne Werbung, ohne finanzielles Sponsorship und nur mit Hilfe ehrenamtlicher Tätigkeiten und Kooperationen ohne finanziellen Hintergrund.   

    Unsere Beiträge finden Sie auf unserer Seite und überall, wo es Podcasts gibt.

    Medienpartnerschaften: Literaturportal Bayern, Bayerische Staatsbibliothek, Internationale Jugendbibliothek, Literaturkritik.de (Universität Marburg), Literaturkritik.at, Literatur und Kritik, Institut für Literaturgeschichte (Uni Augsburg), Münchner Stadtbibliothek, Bayerische Volksstiftung, Bayerische Einigung, Amerikahaus München, Seidelvilla München, Bayernspiegel, Literaturschloss Edelstetten, L.I.S.A Wissenschaftsportal, C.H.Beck, dtv und andere Verlage …

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  • Literatur Radio Hörbahn

    „Vergessene Heldinnen. Frauen, die Geschichte schrieben“ von Stefanie von Wietersheim (Auszug 7) EJ-EB

    27/09/2026 | 16 min
    „Vergessene Heldinnen. Frauen, die Geschichte schrieben“ von Stefanie von Wietersheim EJ-EB
    Ein. Jahr - ein Buch , Auszug 07 
    (Hördauer ca. 16 Minuten)

    Literatur Radio Hörbahn stellt „Vergessene Heldinnen“ in der Serie „Ein Jahr – ein Buch“ auf besondere Weise vor. Aus 10 markanten Beispielen entsteht ein Eindruck von den Frauen, die dieses Buch betrachtet. 
    Jeden Monat wird eine neue Folge am vereinbarten Sendetermin online gestellt. So entwickelt sich über das Jahr hinweg ein ausführlicher Einblick in die Welt der vergessenen Heldinnen. 

    Es liest: Heike Stepprath

    Wer kennt die erste schwarze Opernsängerin, die auf einer prominenten New Yorker Bühne auftreten durfte, nämlich Camilla Williams im Jahr 1946? Wem ist der Name der im Jahr 1868 geborenen Lida Gustava Heymann bekannt – Hamburger Frauenrechtlerin und Pazifistin, die in einer lesbischen Werk- und Lebensgemeinschaft mit der Frauenrechtlerin Anita Augspurg lebte? Wer wusste, dass Clara Immerwahr die erste Frau war, die im Jahr 1900 einen Doktortitel in Chemie bekam? Wer weiß, dass die Wiener Fotografin Dora Kallmus das Bild der in den 1920er-Jahren erscheinenden „Neuen Frau“ in Hosen oder Fliegermontur entscheidend mitprägte und nach dem Holocaust getötete Kreaturen in den Pariser Schlachthöfen fotografierte? …“

    Stefanie von Wietersheim ist Kulturjournalistin und Buchautorin. Ihre Bildbände Frauen & ihre Refugien, Vom Glück mit Büchern zu leben und Mütter & Töchter wurden zu Klassikern ihres Genres. In ihrem Buch Grand Paris – Savoir-vivre für Insider und solche, die es werden wollen schreibt sie über ihre Wahlheimat Frankreich. Sie geht als Autorin der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung im In- und Ausland auf Reportage. Zusammen mit Dirk Kaesler veröffentlichte sie 2021 im Verlag LiteraturWissenschaft.de Schön deutsch. Eine Entdeckungsreise.

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    Cut und technische Bearbeitung: Jupp Stepprath, Moderation, Redaktion und Realisation: Uwe Kullnick
  • Literatur Radio Hörbahn

    Frau Goethe liest (FGL) - "Das Licht über dem Meer" von Phoebe Rowe – Rezension

    25/09/2026 | 7 min
    Frau Goethe liest (FGL) - "Das Licht über dem Meer" von Phoebe Rowe – Rezension
    (Hördauer ca. 8 Minuten)

    Neufundland 2014. Marie Adams nimmt einen ungewöhnlichen Auftrag an. Sie soll einen Leuchtturm finden, der vor hundert Jahren ins Meer gestürzt ist. Marie und der Taucher Julian recherchieren die Geschichte der Umgebung, errechnen eine mögliche Fundstelle und stehen sich plötzlich Schatzsuchern gegenüber, die sie unbedingt aus dem Bereich fernhalten wollen. Die raue Küste Neufundlands und die unberechenbare Kraft des Meeres bilden dabei eine eindrucksvolle Kulisse.
    Es ist ein atmosphärisches und ergreifendes Buch, das Vergangenheit und Gegenwart gelungen miteinander verbindet. Der Roman ist im September 2026 im Rowohlt Verlag erschienen.
    ⁠Link zum Buch⁠

    Eine Rezension von Heike Stepprath.
    Sprecherin Heike Stepprath

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    Schnitt: Jupp Stepprath, Realisation: Uwe Kullnick
     
    Ich heiße Heike Stepprath und blogge unter Frau Goethe liest. Vor wenigen Jahren habe ich mich zum Studium von Public Relations entschlossen und das mit meiner Vorliebe zur Literatur verbunden. Mein Bücherregal ist mit Belletristik, Krimis, aber vor allem historischen Romanen gefüllt. Lesen ist bei mir eine Tagesroutine, die auch an stressigen Tagen unbedingt dazu gehört. Rund 120 Bücher lese ich jährlich und davon werden 80 rezensiert. Zum Austausch mit anderen Lesebegeisterten nutze ich liebend gerne Leserunden, Blogtouren, und Interviews. Artikel und Berichte über Veranstaltungen ergänzen das Thema rund ums Buch. Häufig habe ich Gelegenheit, Autoren zu treffen und mit ihnen Podcasts aufzunehmen.

    ⁠Wenn dir Rezensionen gefallen, hör doch mal hier hinein.⁠
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