PodcastEconomiaDer Börseninvestor - Aktien, Börse & Geldanlage mit Ulrich Müller

Der Börseninvestor - Aktien, Börse & Geldanlage mit Ulrich Müller

Ulrich Müller
Der Börseninvestor - Aktien, Börse & Geldanlage mit Ulrich Müller
Ultimo episodio

338 episodi

  • Der Börseninvestor - Aktien, Börse & Geldanlage mit Ulrich Müller

    #340 Diese 10 Börsenfehler kosten Dich ein Vermögen

    16/02/2026 | 21 min
    Diese Top-10-Fehler solltest Du vermeiden, wenn Du an der Börse erfolgreich sein willst
    In dieser Folge teile ich die zehn häufigsten Fehler, die ich in über 32 Jahren Börsenerfahrung und 11 Jahren Akademie immer wieder beobachtet habe. Ich habe viele Millionen verloren – und noch mehr gewonnen. Deshalb weiß ich genau, was funktioniert, aber vor allem auch, was nicht funktioniert.
    Diese zehn Fehler können Dein Vermögen nachhaltig zerlegen – oder Dir langfristigen Erfolg bescheren, wenn Du sie vermeidest. Du musst nicht alle zehn Fehler auf einmal machen. Schon einer oder zwei dieser Fehler genügen, um auf Dauer an der Börse zu scheitern. Die gute Nachricht: Sie sind gar nicht so kompliziert. Man muss sie nur einmal gehört und sich notiert haben und dann natürlich an diese Regeln halten. 
    Das erwartet Dich in dieser Folge: 
    Keine Strategie

    Zeit und Ungeduld

    Emotionen und Risiko

    Overtrading und Undertrading

    Trader oder Investor und die Gestaltung des Portfolios

    Steuern ignoriert 

    Optionen zu spät gerollt

    Keine Strategie
    Seit über 32 Jahren bin ich an der Börse, die Ulrich Müller Wealth Academy gibt es seit mehr als 11 Jahren, und mein Vermögen liegt im deutlich neunstelligen Bereich.
    Ich kann Dir sagen: Ich glaube, ich habe jeden Fehler, den man an der Börse machen kann, bereits gemacht. Menschen können gar nicht so viele Fehler machen, um mich einzuholen. Ich habe viele Millionen verloren – aber viele hundert Millionen wieder gewonnen.
    Deshalb weiß ich genau, was funktioniert. Und noch besser: Ich weiß, was nicht funktioniert.
    Bevor ich Dir die 10 Fehler nenne, möchte ich den Begriff „Fehler" ersetzen.
    Vielleicht kennst Du mein Wording dazu schon aus einem meiner Seminare. Ich sage gern: Es ist kein Fehler. Du darfst einen Fehler machen. Es ist legitim. Nur dumm, ihn zu wiederholen.
    Für mich ist ein Fehler gar kein Fehler – sondern eine gekaufte Erfahrung.
    Warum? Das Wort „Fehler" ist zu hart. Wenn Du an der Börse eine Entscheidung triffst, tust Du das nach bestem Gewissen, bestem Wissen und mit Deiner aktuellen Erfahrung – inklusive Deiner Emotionen. Du entscheidest mit dem, was Dir in diesem Moment zur Verfügung steht. Im Nachgang stellst Du fest: Der Kauf war nicht clever, der Ausstieg zu früh und du hast das Nachkaufen verpasst.
    Doch diese Entscheidung hast Du nicht aus Dummheit getroffen. Du hast sie mit dem Wissen und dem emotionalen State getroffen, den Du hattest.
    Manchmal entwickelt sich der Markt anders. Die Aktie fällt. Dann höre ich von Teilnehmern: „Mist, schon wieder so eine schlechte Aktie erwischt."
    Ich bin der Meinung, dass es keine schlechten Aktien gibt. Alle Aktien sind erst einmal neutral. Mit jeder Aktie kannst Du Geld verdienen – mit der einen, wenn sie steigt, mit der anderen, wenn sie fällt.
    Niemand macht absichtlich einen Fehler. Niemand sagt: „Ach, heute verliere ich mal wieder 1.000 Euro." Du triffst Deine Entscheidung mit dem, was Du weißt und kannst. Und genau deshalb hast Du keinen Fehler gemacht. Du hast Dir eine Erfahrung gekauft. 
    Und wenn diese Erfahrung im Nachgang so wertvoll ist, dass Du an diesen Punkt immer wieder denkst und durch diesen Geldverlust – oder nenn es ruhig Fehler – einfach besser wirst im Traden, dann war dieser Fehler Gold wert.
    Was sind nun die Top-10-Fehler, die ich in 11 Jahren Akademie und 32 Jahren eigenem Trading mitbekommen habe? Es gibt unzählige. Ich hätte auch 20, 30 oder 50 zusammenbekommen. Heute nehme ich die zehn wichtigsten – und der allererste, häufigste Fehler ist der, den die Masse der Menschen macht: keine Strategie.
    Wir haben fast 15 Millionen Börsianer in Deutschland. Der Großteil von ihnen hat keine Strategie. Vielleicht schmunzelst Du, weil Du schon bei mir im Seminar warst. Aber stell Dir ehrlich die Frage: Habe ich wirklich eine Strategie?
    Dazu vier Fragen an Dich:
    Hast Du ein klares Signal, wann Du eine Aktie kaufst?

    Hast Du ein klares Signal, wann Du eine Aktie verkaufst? (Gewinne mitnehmen oder Verluste begrenzen?)

    Wie hoch ist Deine Cashquote – und wann erhöhst oder senkst Du sie?

    Wenn eine Aktie nach Deinem Kauf in die falsche Richtung läuft: Was machst Du dann? Sofort aussteigen? Nachkaufen? Wann, wie viel und warum?

    Hoffnung ist keine Strategie. Allein diese vier Fragen zeigen, ob Du wirklich eine hast. Für mich bedeutet Strategie: klare Kauf- und Verkaufssignale, definierte Absicherung, eine bewusste Cashquote, Diversifizierung und vor allem: niemals zu viel Risiko eingehen.
    Der häufigste Fehler ist also, keine Strategie zu haben. Stattdessen wird aus dem Bauch heraus entschieden, basierend auf Webinaren, Börsenzeitungen oder dem Tipp eines guten Freundes. 
    Zeit und Ungeduld
    Der zweite große Fehler ist für mich die Zeit – oder nennen wir es: die Timeline.
    Was meine ich damit? Egal, ob Du allein an der Börse startest, Bücher wälzt oder Seminare besuchst: Du wirst Zeit brauchen, um Vermögen aufzubauen.
    Klar, es gibt sie: Die Glückspilze, die drei Aktien kaufen, zwei schießen durch die Decke – und plötzlich sind sie Millionäre. Noch spektakulärer mit Optionen: ein, zwei, drei Euro Einsatz, die Aktie rast, die Option fliegt auf 100 Euro oder Dollar. Klingt verlockend. Die Wahrheit ist: Das passiert extrem selten.
    Ich bin Value-Investor mit Trading-Ansatz. Bei mir geht es nicht darum, morgen oder in einem Jahr steinreich zu werden. Es geht um ein nachhaltiges System, mit dem Du in jeder Marktphase Geld verdienen und eine Outperformance erzielen kannst.
    Ich sehe die Börse als Beruf. Du kannst ihn lernen. Aber Du brauchst Zeit – um das System zu verstehen, Deine Strategie zu entwickeln und zu verinnerlichen. Dann aber wirst Du auf fünf, sieben, zehn Jahre ein wirklich großes Kapital aufbauen.
    Die Timeline ist entscheidend. Wir überschätzen, was wir kurzfristig schaffen können – und unterschätzen massiv, was langfristig möglich ist.
    Value-Investing mit Trading-Ansatz bedeutet: Über Jahre und Jahrzehnte Vermögen aufbauen. Nicht zocken, nicht das schnelle Risiko suchen, um schnell reich zu werden.
    Emotionen und Risiko
    Der dritte Fehler hängt mit Zeit und Strategie zusammen, ist aber ein ganz eigener – denn hier geht es um Dich selbst. Es sind Deine Emotionen.
    Menschen sagen gern: „Ich habe keine Emotionen. Ich habe Fachwissen, Erfahrung, ich kenne mich aus." Doch Emotionen an der Börse sind wie Emotionen im Leben. Denk an Situationen, in denen Du unbedingt abnehmen wolltest, in denen Du verliebt warst, Liebeskummer hattest oder eine Trennung durchlebt hast – dann weißt Du, wie krass Emotionen sein können. Wenn man sich manchmal ungerecht behandelt fühlt oder Probleme hat, die sich nicht sofort lösen lassen – all das sind Momente, in denen Emotionen überkochen.
    Jeder Mensch hat Emotionen. Der eine mehr, der andere weniger. Aber eines ist sicher: Wenn Du wissen willst, wie emotional Du wirklich bist, geh an die Börse. Dort wirst Du es erfahren.
    Der Idealfall ist klar: Emotionslos und strategisch handeln. Doch wie schwer das an der Börse fällt – ich glaube, das kennen wir alle.
    Auch wenn wir einen großen Streit mit einem Freund oder Partner hatten, eine Trennung oder Ähnliches durchmachen – wir wissen, was Emotionen mit uns machen. Dinge passieren, die wir im Nachgang bereuen. Man sagt Sachen, von denen man später denkt: „Um Gottes Willen, das hätte ich nicht raushauen sollen."
    Genau das ist der Punkt. Die emotionale Seite ist an der Börse extrem wichtig. Sich im Griff zu haben, Übungen zu haben, Werkzeuge – all das ist entscheidend. Ich sage immer: Handle nur in einem guten State. Nicht, wenn Du gestresst aus dem Büro kommst, Ärger mit dem Chef hattest oder irgendwo angepflaumt wurdest. Und schon gar nicht mit dem Gedanken: „Jetzt zeige ich es meinem Chef, jetzt gebe ich Gas!"
    Für mich ist der dritte große Fehler ganz klar der Bereich der Emotionen.
    Punkt Nummer vier ist für mich ebenso eindeutig: keine Absicherung.
    Wie heißt es so schön: Der Anfänger konzentriert sich auf Gewinne, der Profi konzentriert sich darauf, keine Verluste zu machen.
    Ich erlebe es immer wieder in meinen Seminaren: Menschen lernen meine Indikatoren, testen sie, sehen, dass sie gut funktionieren. Fehlsignale sind selten. Dazu kommen Optionen, die die Wahrscheinlichkeit weiter erhöhen. Sie bekommen Vertrauen – in die Indikatoren, in die Strategie. Und dann legen sie los.
    Was sie dabei übersehen? Die Absicherung. Sie machen sich gar nicht klar, was Absicherung überhaupt bedeutet, wie man sie umsetzt und warum sie essenziell ist. Sie machen genau dort Fehler, wo sie denken, dass alles sicher ist.
    Denn eines ist klar: Die Absicherung wird für die meisten Anleger erst dann wirklich wichtig, wenn sie bereits auf der Reise sind – und dann feststellen, dass sie sie gar nicht eingeplant haben. Doch dann ist es schon zu spät. 
    Warum ist das so? Weil Punkt fünf direkt damit zusammenhängt: Die Frage nach dem Risiko. Punkt vier (die Absicherung) und fünf (das Risiko) gehören für mich untrennbar zusammen. 
    Was ist eigentlich Risiko? Das ist eine schwierige Frage, weil Risiko für jeden Menschen etwas anderes bedeutet.
    Warren Buffett sagte: „Risiko entsteht dann, wenn Du nicht weißt, was Du tust." Ich glaube, er hat absolut recht. Es geht um Wissen und um Erfahrung. Aber dennoch bleibt der Fakt: Du musst für Dich selbst definieren, was Risiko für Dich ist.
    Nehmen wir zwei Investoren, beide starten mit 100.000 Euro.
    Der eine sagt: „Ulli, Risiko ist für mich, wenn ich auf 90.000 Euro falle. 10 Prozent Verlust – das ist für mich ein sehr großes Risiko. Ich habe Angst, Geld zu verlieren."
    Der andere sagt: „Ich habe 100.000 Euro, spare jeden Monat 2.000 Euro dazu und bekomme in zwei Jahren ein kleines Erbe. Ich will investieren, ich will Wachstumstitel, ich will Gas geben. Selbst wenn das Depot auf 60.000 fällt, bleibe ich ruhig. Ich spare ja weiter, und langfristig ist die Aktie die beste Geldanlage."
    Zwei Menschen, zwei völlig unterschiedliche Risikodefinitionen. Du musst Dir klarmachen: Wenn Du an der Börse Geld anlegst, gehst Du ein Risiko ein. Die Frage ist nur: Wie definierst Du es? Wann fängt Risiko für Dich an?
    Punkt vier und fünf sind für mich eng miteinander verbunden, denn wer nicht weiß, was Risiko für ihn bedeutet, kann sich auch nicht richtig absichern.
    Overtrading und Undertrading
    Punkt Nummer sechs passt zu den Emotionen und zu Punkt drei. Es ist eine Beobachtung, die ich seit Jahren mache und die mir durch die Akademie und tausende Support-Anfragen immer wieder bestätigt wird.
    Wenn Märkte gut laufen, wenn Angst keine Rolle mehr spielt, wenn Risiken vergessen werden – dann kommt FOMO: Fear of Missing Out. Die Leute geben Gas, investieren immer weiter, kaufen zu Höchstpreisen. Sie sehen das Risiko nicht mehr. Das ist Overtrading.
    Andersrum, wenn die Märkte schlecht stehen, ist es genau die andere Seite. Wenn die Kurse weit runtergekommen sind – wie damals bei Corona oder in der Tech-Krise 2022 – dann müsste man eigentlich kaufen. Denn jetzt sind die Aktien günstig. Das ist Undertrading. Aber genau dann sind die Menschen emotional. Sie trauen sich nicht. Sie haben Angst, noch mehr Geld zu verlieren. Sie haben vielleicht keine Absicherung, ihr Risiko nie definiert – und dann stehen sie an der Seitenlinie, wenn die Einstiegschancen am besten wären. 
    Dabei gilt: Im Einkauf liegt der Gewinn. 
    Mein Tipp zu diesem Fehler: Schiebe Deine Emotionen runter. Wenn es gut läuft, werde nicht größenwahnsinnig. Wenn es schlecht läuft, nimm das als Feedback. Vielleicht ist genau jetzt die Zeit, um gute Aktien günstig nachzukaufen, denn es geht um Wert und Preis. Und damit gehört der Punkt sechs auch zu Punkt drei und eins dazu, die Strategie, die Emotionen und damit eben dann auch in der richtigen Marktphase die richtige Entscheidung zu treffen.
    Trader oder Investor und die Gestaltung des Portfolios
    Punkt Nummer sieben ist für mich kein Fehler, sondern eine grundsätzliche Frage: Bin ich Trader oder Investor?
    Der Trader sieht eine Situation und handelt. Wenn das klappt, verdient er Geld. Klappt das nicht, wird er in der Regel ausgestoppt und hat sich gut abgesichert.
    Der Investor denkt anders. Er kauft manchmal sogar im Abwärtstrend – nicht, weil er das fallende Messer fangen will, sondern weil er an das Unternehmen glaubt. Umsatz, Gewinn, Geschäftsmodell stimmen. Er kauft in Tranchen nach. Vielleicht freut er sich sogar, wenn die Aktie noch weiter fällt, weil er sie dann noch günstiger bekommt.
    Du solltest also wissen, ob Du Trader oder Investor bist. 
    Fehler Nummer acht ist für mich die fehlende Diversifizierung.
    Ich erlebe es immer wieder: Menschen investieren plötzlich nur noch in Tech, stecken alles in Rohstoffe und Öl, horten Gold und Silber oder sind „Coin-Jünger". Und dann halbiert sich der Coin – und mit ihm das Vermögen. Wer alles auf eine Karte setzt, ist einem hohen Risiko ausgesetzt.
    Nicht diversifiziert zu sein, ist einer der größten Fehler. Es ist wichtig, sein Portfolio breit aufzustellen und vielleicht auch nicht nur in Aktien zu investieren, sondern auch in Immobilien, Gold und Silber, Anleihen oder Coins. Aber auch im Bereich der Aktien sollte man sich so breit wie möglich aufstellen und nicht alles in eine Branche investieren, denn jeder Bereich läuft mal besser, mal schlechter. Ein breit gestreutes Portfolio gleicht diese Schwankungen aus und läuft auf lange Sicht deutlich ruhiger und stabiler. 
    Steuern ignoriert
    Frage Nummer neun: Steuern. Der Anfänger hat sie nicht auf dem Zettel. Wir kennen das alle: In Deutschland darfst Du Dich auf eine stattliche Steuerlast freuen.
    Dabei ist es gerade im Bereich Aktien und Optionen enorm wichtig, sich mit dem Steuerthema auszukennen. Aktien und Optionen werden steuerlich getrennt behandelt – sie liegen in verschiedenen Töpfen, Verluste werden nicht miteinander verrechnet. Wer das nicht weiß, verschenkt bares Geld.
    In unserer Akademie ist das Steuerthema fest verankert: Steuertag, Steuerjournal, gezielte Schulungen. Es macht einfach Sinn, sich damit zu beschäftigen. Wer die steuerlichen Regeln kennt, kann seine Rendite verbessern.
    Optionen zu spät gerollt
    Punkt Nummer zehn ist ein Insider – für mich und meine Community. Wer noch nicht in unseren Events war, kennt es vielleicht noch nicht. Aber ein großer Fehler ist: Optionen zu spät oder gar nicht zu rollen.
    Optionen lassen sich grundsätzlich sehr gut rollen. Natürlich ist es im Bereich der Earnings manchmal schwierig, aber ansonsten sehr gut möglich. 
    Was erlebe ich immer wieder im Support? Menschen rollen viel zu spät. Die Option hat sich zu weit vom Basispreis entfernt und dann ist eine Reparatur nicht mehr möglich.
    Die zehn Fehler zusammengefasst:
    Keine Strategie – Handeln ohne klares System, nur nach Bauchgefühl oder Tipps.

    Falsche Timeline – Die Ungeduld, schnell reich werden zu wollen. Wer langfristig denkt, gewinnt.

    Emotionen nicht im Griff – Angst, Gier, FOMO. Wer emotional handelt, handelt nicht klug.

    Keine Absicherung – Der Anfänger jagt Gewinne, der Profi vermeidet Verluste.

    Risiko falsch definiert – Wer nicht weiß, wann Risiko für ihn beginnt, kann es nicht steuern.

    Overtrading und Undertrading – In Hype-Phasen zu viel riskieren, in Krisen zu lange zögern.

    Nicht geklärt: Trader oder Investor? 

    Fehlende Diversifizierung – Alles auf eine Karte setzen, ist ein hohes Risiko. 

    Steuern ignoriert – Aktien und Optionen werden getrennt verrechnet. Wer das nicht weiß, verschenkt Rendite.

    Optionen zu spät gerollt – Wer zu lange wartet, kann Positionen nicht mehr reparieren.

    ---
    Mehr Informationen findest Du auf meiner Webseite:
    ulrichmueller.de
     
    Warst Du bereits bei der Online Finance Mastery?
    https://mastery.ulrichmueller.de
     
    Sichere Dir jetzt meinen kostenfreien Report:
    Jetzt Report sichern: So geht Vermögensaufbau heute wirklich!
     
    Lass' uns connecten:
    Instagram: https://ulrichmueller.de/instagram 
    Facebook: https://ulrichmueller.de/facebook 
    LinkedIn: https://ulrichmueller.de/linkedin 
    YouTube: https://ulrichmueller.de/youtube 
     
    Marker:
    (00:00:00) Fehler = gekaufte Erfahrung
    (00:04:46) Strategie, Zeit, Emotionen
    (00:10:13) Keine Absicherung, Risiko, Over- und Undertrading
    (00:15:49) Trader oder Investor, Diversifizierung, Steuern, Optionen
  • Der Börseninvestor - Aktien, Börse & Geldanlage mit Ulrich Müller

    #339 Börsenausblick Februar 2026: Wo jetzt Chancen und Risiken liegen

    09/02/2026 | 20 min
    Marktupdate: Was erwartet uns im Februar?
    Die Earnings sind in vollem Gange und bringen Bewegung in die Märkte. Während Microsoft nach soliden Zahlen deutlich abgestraft wurde, zeigt sich der Markt bei KI-Titeln nervös. Gleichzeitig laufen Gold und Silber heiß, der Bitcoin dagegen stürzt ab. In diesem Marktpodcast analysieren wir die Performance des Januars, die aktuelle Spaltung des Marktes zwischen Tech und „Old Economy" und wagen einen Ausblick auf den Februar 2026. Wo liegen jetzt Chancen und wie gehst Du strategisch vor?
    Das erwartet Dich in dieser Folge:
    KI-Angst an der Wallstreet

    Die Earnings im Check: Microsoft vs. Meta

    Januar-Performance der Indizes

    Gold, Silber und Bitcoin: Extreme Bewegungen

    Die Marktspaltung: Dividendentitel vs. Tech

    Chancen im Rücksetzer und meine Einstiegsstrategie

    Ausblick auf den Februar

    KI-Angst an der Wallstreet
    Wir befinden uns inmitten der Earnings. Die Big Seven legen ihre Zahlen vor, und die Reaktionen sind heftig und unterschiedlich. Microsoft wurde nach seinen Zahlen deutlich abgestraft, Novo Nordisk sank bereits auf Gerüchte über einen potenziellen Umsatzrückgang, während sich Apple kaum bewegte.
    Heute sprechen wir darüber, was die Quartalszahlen bedeuten, wie der Januar gelaufen ist und was wir im Februar erwarten können. Festhalten können wir: Die Märkte bewegen sich wild. Wir schauen auf Gold und Silber, den eingebrochenen Bitcoin und die ersten KI-Enttäuschungen, die zeigen, wie schnell Kurse fallen können.
    Man kann sagen: Die KI-Angst geht an der Wallstreet um. Am Dienstag, dem 3. Februar, erlebten wir einen Kursrutsch bei Technologieaktien. Während Standardwerte kaum verloren (circa 0,3 %), war die Nasdaq zwischendurch über 2,5 % im Minus und schloss mit -1,4 %.
    Auslöser war die Sorge um die Fortschritte und die Profitabilität der Künstlichen Intelligenz. Man stellt sich die Frage: Sind die Fortschritte groß genug? Verdienen Unternehmen damit schon Geld?
    Aktien von Softwarefirmen wie Microsoft, Oracle, Salesforce, ServiceNow und Adobe fielen zwischen 2,8 % und fast 8 %. Diese galten bisher als sichere Gewinner des KI-Booms. Nun wächst die Sorge, ob die hohen Investitionen je wieder eingespielt werden können und ob die Technologie nicht schon wieder von Neuem überholt wird. Die Unsicherheit ist riesig: Wenn heute mit Hochdruck geforscht und entwickelt wird, stellt sich die Frage: Was wird morgen oder übermorgen entwickelt? Diese Dynamik ist ein riesen Thema an der Börse, besonders im KI-Sektor.
    Einige Parallelen zur Dotcom-Blase sind nicht von der Hand zu weisen. Zwar ist KI heute schon stärker in der Realwirtschaft verankert und generiert Umsätze. Doch die zentrale Frage bleibt: Können die massiven Investitionssummen jemals wieder eingespielt werden?
    Die Earnings im Check: Microsoft vs. Meta
    Werfen wir einen Blick auf konkrete Quartalszahlen. Apple bewegte sich am Tag der Earnings kaum. Ganz anders lief es bei Microsoft. Das Unternehmen legte bei Umsatz, Gewinn und Gewinn pro Aktie deutlich zu. Trotzdem fiel die Aktie mit den Earnings um mehr als 10 %.
    Der Grund lag im Ausblick und in einer spezifischen KI-bezogenen Erwartungshaltung. Konkret ging es um das Wachstum im Cloud-Geschäft. Das Cloud-Wachstum betrug 35 % – eine robuste Zahl. Doch da 40 % erwartet wurden, reichte diese kleine Abweichung zusammen mit einem moderaten Ausblick für eine harte Abstrafung. Das zeigt die überzogenen Erwartungen.
    Das genaue Gegenteil spielte sich bei Meta ab. Auch hier wurden massive KI-Investitionen getätigt und für die Zukunft angekündigt. Die Umsätze stiegen, die Gewinne entwickelten sich gut. Doch die Aktie sprang daraufhin um 10 bis 15 % nach oben.
    Man sieht, wie dicht die Bewertungen beieinanderliegen und wie volatil die Reaktionen sind. Sobald das 
    Umsatz- und Gewinnwachstum auch nur leicht nachlässt, geraten die hohen Bewertungen unter Druck. 
    Januar-Performance der Indize:
    So haben sich die großen Indizes vom Jahresendstand 2025 bis zum 31. Januar entwickelt:
    Dow Jones: 48.063 → 48.892 Punkte (+1,6 %)

    Nasdaq 100: 25.249 → 25.552 Punkte (+1,0 %)

    Der Dow, repräsentativ für die „Old Economy", hat die Nasdaq damit outperformed. Eine monatliche Performance von 1,6 % mag unspektakulär wirken, hochgerechnet aufs Jahr entspräche das jedoch fast 20 % – was die Bedeutung des langfristigen Blicks zeigt.
    Interessant wird es beim Blick auf die gleichgewichtete Nasdaq. Hier betrug das Plus sogar 1,5 %. Das zeigt: Die Big Seven waren deutlich schwächer, hier gab es die ersten Gewinnmitnahmen. Die breite Masse der kleineren Tech-Werte performte besser.
    Noch deutlicher wird dieses Bild beim S&P 500:
    Standard-Index: 6.845 → 6.939 Punkte (+1,4 %)

    Equal Weighted S&P 500: +3,3 %

    Das bedeutet: Hätte man nicht nur die riesigen Konzerne, sondern den gesamten Rest des Index im Portfolio gehabt, hätte sich die Performance mehr als verdoppelt.
    Weitere Index-Entwicklungen im Januar:
    Russell 2000: 2.481 → 2.613 Punkte (+5,3 %) – die mit Abstand beste Rendite.

    MSCI World: 4.430 → 4.527 Punkte (+2,2 %)

    Die amerikanischen Märkte legten also insgesamt zu. Das Thema Equal Weighted und vor allem der Bereich der Neben- und Kleinwerte sind deutlich besser gelaufen als beispielsweise der Technologiebereich. 
    Der DAX hingegen zeigte sich im Januar nahezu unverändert: 24.494 → 24.530 Punkte (+0,2 %).
    Stark war dagegen der Rohstoffsektor, angeheizt durch einen kräftigen Ölpreisanstieg. Titel wie ExxonMobil (bis auf 145 USD) legten deutlich zu – ein Grund zur Freude für langjährige Aktionäre, die von Dividende und Optionsprämien profitieren. Der EUR/USD-Wechselkurs stieg von 1,17 auf 1,19 (+0,9 %).
    Gold, Silber und Bitcoin: Extreme Bewegungen
    Gold: Stieg von 4.300 USD auf 4.900 USD (+13,3 %), mit einer Spitze bei 5.600 USD. Nach einem heftigen Rücksetzer Ende Januar/Anfang Februar hat es sich etwas stabilisiert. Hier ist bereits viel Politik und Notenbank-Erwartung eingepreist. 
    Silber: Legte von 71 USD auf 85 USD zu (+19 % zum 31.1.). Die eigentliche Spitze folgte Anfang Februar bei rund 125 USD – eine geradezu explosive Bewegung.
    Wir haben in einer Woche nochmal +50 % bei Silber gesehen. Das wirft Fragen auf: Silber ist ein Industriemetall. Die Wirtschaft läuft jedoch nicht gut, Rezessionsängste machen die Runde, die deutsche Chemiebranche meldet die schlechtesten Werte seit Jahrzehnten. Diese Diskrepanz zwischen Kursrallye und wirtschaftlicher Realität ist schwer nachzuvollziehen.
    Ganz anders der Bitcoin: Nach einer Spitze bei rund 125.000 bis 130.000 USD beendete er das Jahr bei 87.600 USD. Aktuell (Stand 31.01.) notiert er bei 78.000 USD, ein Minus von ca. 11 % seit Jahresende. Aus der Spitze gerechnet beträgt der Verlust fast 50.000 USD. Diese Volatilität ist enorm.
    Der UMSG Strategie Fund entwickelte sich mit +1,3 % (von 96 auf 97) parallel zum amerikanischen Markt.
    Die große Marktspaltung: Dividendentitel vs. Tech
    Das Zusammenspiel von Gold, Silber und Bitcoin ist faszinierend. Bitcoin wurde als „neues Gold" dargestellt, verlor aber deutlich. Gleichzeitig explodierten Gold und Silber auf extreme Bewertungen. Ich habe Silber seit Jahren aufgrund der günstigen Silber-Gold-Ratio auf dem Radar und sah Aufholpotenzial – doch dieses Ausmaß der Rallye habe ich so nicht erwartet. Die Earnings sind sehr durchwachsen. Man muss natürlich erwähnen, dass solche Zahlen vorher ein bisschen nach unten revidiert werden, um ein besseres Bild abzugeben. 
    Es herrscht ein extrem hohes Maß an Erwartung im Markt. Ich schätze die Old Economy derzeit sehr und sehe dort strategische Einstiegschancen. Die letzten Tage haben gezeigt, wie schnell KI-Aktien deutlich verlieren können – das traf nicht alle, aber die Masse.
    Der Aktienmarkt ist in zwei Welten gespalten. Vergleichen wir die Top 10 Positionen zweier ETFs:
    iShares Core MSCI World ETF (repräsentiert den breiten Markt, dominiert von Tech):

    Die Top-Positionen sind die Big Seven und andere Tech-Giganten mit folgenden Kurs-Gewinn-Verhältnissen (KGV):
    Nvidia: KGV 41 

    Apple: KGV 31

    Microsoft: KGV 27

    Amazon und Alphabet: KGV um 30

    Broadcom: KGV 32

    Meta: KGV 25

    Tesla: KGV über 200

    Eli Lilly: KGV 31

    VanEck Morningstar Dividend Leaders ETF (konzentriert auf dividendenstarke „Old Economy"-Unternehmen). Schauen wir auf die Top 10 des Dividend Leaders ETF. 

    Roche: KGV 16

    Pfizer: KGV 9

    HSBC, Verizon, TotalEnergies, Rio Tinto: KGV 10

    Allianz: KGV 12

    Bristol-Myers Squibb: KGV 9

    Sanofi: KGV 10

    Intesa Sanpaolo: KGV 11

    Der Vergleich der Performance ist aufschlussreich:
    1-Jahres-Performance:

    MSCI World ETF: +4,2 %
    Dividend Leaders ETF: +21,88 %
    3-Jahres-Performance:

    MSCI World ETF: +57 %
    Dividend Leaders ETF: +59,7 %
    5-Jahres-Performance:

    MSCI World ETF: +87 %
    Dividend Leaders ETF: +145 %
    Egal welchen Zeitraum man betrachtet – die Dividendentitel haben besser abgeschnitten. Ich glaube, hier liegt noch Aufholpotenzial. Aktien wie Hormel, General Mills, Nike oder Disney könnten jetzt Chancen bieten. Es könnte an der Zeit sein, erste Positionen aufzubauen. Bei Nennung der Aktien handelt es sich wie immer um keine Kaufempfehlung!
    Auch im Tech-Bereich gibt es nach den Rücksetzern spannende Situationen. Positionen kann man nicht nur über den direkten Aktienkauf, sondern auch strategisch über Optionen aufbauen.
    Ein Beispiel für einen interessanten Einstieg ist Novo Nordisk (NVO) aus dem Healthcare-Sektor. Ein Negativbeispiel der Earnings-Saison ist PayPal. Die Zahlen wurden gut getroffen, doch die Ankündigung eines schrumpfenden Gewinns im einstelligen Bereich und ein CEO-Wechsel ließen die Aktie über 20 % fallen. Ähnlich erging es vor einigen Wochen Fiserv (-40 %).
    Chancen im Rücksetzer und meine Einstiegsstrategie
    Solche Rücksetzer schaffen Einstiegsmöglichkeiten. Die Frage ist nun: Wie geht man als Trader oder Investor vor? Es geht nicht darum, in ein fallendes Messer zu greifen, sondern bewusst in Unternehmen mit Zukunftspotenzial zu investieren.
    In meiner Akademie wurde etwa Microsoft bei 560 USD heiß diskutiert – heute, bei 410 USD, wird über Einstiege nachgedacht. Wie steige ich in solche Aktien ein? 
    Meine persönliche Einstiegsstrategie in solchen Situationen sieht so aus:
    Geduld auf das Signal: Ich warte zuerst darauf, dass meine Indikatoren ein Umkehrsignal geben. Ich steige nicht einfach blind ein, nur weil der Kurs gefallen ist.

    Tranchenweise aufbauen: Ich investiere niemals mein gesamtes Kapital auf einmal. Stattdessen baue ich die Position über zwei oder drei Tranchen auf. So kann ich nachlegen, falls der Kurs weiter fällt, und bin dennoch bereits investiert, wenn er steigt.

    Nutzung von Optionen: Parallel oder sogar vor dem Aktienkauf nutze ich Optionen, um sofort „Miete" (Prämien) für meine geplante Position einzunehmen. Das ist ein sehr effizientes Werkzeug.

    Ausblick auf den Februar
    Zusammenfassend lässt sich sagen: Der Januar lief noch relativ gut, die Märkte legten zu. Ende Januar/Anfang Februar gab es jedoch ein paar Unsicherheiten.
    Die entscheidende Frage für die nahe Zukunft wird sein, ob die Quartalszahlen das erhoffte Wachstum – besonders im KI-Bereich – bestätigen können oder ob es Rückschläge gibt.
    Langfristig sehe ich Chancen aktuell in bestimmten Bankenaktien und Rohstoffwerten.
    Auch der gesamte Bereich der Old Economy ist interessant – je nachdem, welcher Anlegertyp Du bist. Ich selbst bin Value-Investor mit Trading-Ansatz. Daher kaufe ich gezielt Unternehmen, die im Preis gefallen sind – aber nur, wenn das Geschäftsmodell intakt ist. Man sollte keine Aktien kaufen, bei denen Gewinne und Umsätze schrumpfen, sondern solche, die langfristig wachsen.
    Wenn solche Qualitätsunternehmen einen Rücksetzer erleben, darf man Mut zum beherzten Zugreifen haben und die Position langsam aufbauen. Dieser strategische Ansatz ist entscheidend. Es geht nicht darum, einfach loszulegen, sondern mit Plan vorzugehen.
    Meine Erwartung für den Februar 2026: Der Monat wird wahrscheinlich unruhig. Ich könnte mir ein seitwärts laufendes bis leicht rückläufiges Marktumfeld vorstellen, abhängig von den letzten großen Quartalszahlen.
    Meine persönliche Aktienquote liegt derzeit bei etwa 65 %. Das heißt, ich halte eine Cash-Quote von rund 35 %, weil ich bei einigen Unternehmen zu den aktuellen Preisen nicht einsteigen möchte und auf bessere Gelegenheiten warte. Daher freue ich mich über die jüngsten Kurskorrekturen bei Titeln wie Novo Nordisk, PayPal oder Microsoft. Langfristig betrachtet bieten sich jetzt viel bessere Einstiegschancen als noch vor Kurzem.
    Zusammenfassend lässt sich sagen: Ich erwarte für den Februar 2026 einen eher seitwärts laufenden bis leicht fallenden Markt. Jetzt kommt es auf Stockpicking an – die richtigen Aktien zu identifizieren und strategisch die richtigen Einstiege zu finden. Mit dieser disziplinierten Vorgehensweise wirst Du auf mittel- und langfristige Sicht gutes Geld verdienen.
    Wer noch mehr Know-how braucht, ist herzlich zu unseren Events eingeladen.  
    ---
    Mehr Informationen findest Du auf meiner Webseite:
    ulrichmueller.de
     
    Warst Du bereits bei der Online Finance Mastery?
    https://mastery.ulrichmueller.de
     
    Sichere Dir jetzt meinen kostenfreien Report:
    Jetzt Report sichern: So geht Vermögensaufbau heute wirklich!
     
    Lass' uns connecten:
    Instagram: https://ulrichmueller.de/instagram 
    Facebook: https://ulrichmueller.de/facebook 
    LinkedIn: https://ulrichmueller.de/linkedin 
    YouTube: https://ulrichmueller.de/youtube 
     
    Marker:
    (00:00:00) Die aktuellen Entwicklungen zum Januar-Ende
    (00:06:16) Gold & Silber und andere Schwankungen
    (00:11:17) Die Bedeutung der Earnings
    (00:17:17) Fazit und Ausblick
  • Der Börseninvestor - Aktien, Börse & Geldanlage mit Ulrich Müller

    #338 Sparer oder Investor: Diese Assetklassen sind (nicht) sinnvoll!

    02/02/2026 | 20 min
    Der große Assetklassen-Check 2026: Wo lohnt sich Dein Geld?
    Die Frage taucht immer wieder auf: Bin ich eigentlich Sparer oder Investor? In welche Assetklassen sollte ich mein Geld investieren? In dieser Folge nehme ich Dich mit auf eine Reise durch die wichtigsten Anlageklassen – von Aktien, Anleihen und Immobilien über Rohstoffe und Kryptos bis hin zu klassischen Sparprodukten. Ich teile meine persönliche Einschätzung zu jeder Klasse, verrate, in welche ich selbst investiert bin, und welche ich aktuell mit Vorsicht betrachte, damit Du weißt, was für Dich und Dein Vermögen in diesem Jahr wirklich Sinn macht.
    Das erwartet Dich in dieser Folge:
    Aktien: Der Klassiker – ETF, Fonds oder Einzelaktien?

    Anleihen: Wie funktionieren sie und lohnen sie sich heute?

    Immobilien: Pro und Kontra in der aktuellen Marktphase

    Rohstoffe (Gold und Silber): Krisenschutz oder Spekulationsobjekt?

    Kryptowährungen: Wie viel Platz haben sie im Portfolio?

    Sparbuch & Co.: Warum diese „sicheren" Klassen gefährlich sind

    Exoten (Uhren, Kunst, Whisky): die versteckten Fallstricke

    Mein Fazit: die aktuelle Gewichtung für ein smartes Portfolio

    Aktien: Der Klassiker – ETF, Fonds oder Einzelaktien?
    Starten möchte ich mit der Assetklasse der Aktien. Du weißt, ich halte Aktien für die beste und sicherste Geldanlage der Welt – aber heute widmen wir uns dem breiten Überblick.
    Innerhalb der Aktienwelt gibt es verschiedene Wege, um zu investieren:
    Investition in Unternehmen, die noch gar nicht an der Börse sind, 

    der Kauf von Einzelaktien,

    die Nutzung von aktiv gemanagten Aktienfonds

    oder der Weg über Aktien-ETFs.

    Jeder Weg hat Vor- und Nachteile. Beginnen wir mit dem Aktien-ETF. Kaufst Du einen ETF auf den DAX, dann bist Du in den DAX investiert, und das über einen ETF. Die Vorteile: geringe Kosten, keine aktive Verwaltung. Doch der Nachteil ist: Wenn Du das tust, was alle tun, wirst Du auch das bekommen, was alle haben – und das ist in der Regel relativ wenig.
    Konkret: Ein DAX-ETF mag historisch 8–9 % pro Jahr liefern. Zieht man Kosten, Steuern und vor allem die Inflation ab, bleibt oft nicht mehr viel übrig.
    Ein aktiv gemanagter Aktienfonds hat den Vorteil des professionellen Managements, das versucht, den Markt zu schlagen. Dafür sind die Kosten höher. Selbst gute Fonds, die den Index schlagen, liefern oft nur eine überschaubare Outperformance von vielleicht 5 % über dem Index – und unterliegen strengen Regulierungen. Man bezahlt also für das Management, ohne eine Garantie auf überragende Ergebnisse zu haben.
    Egal welchen Aktienweg Du wählst – Einzelaktie, Fonds oder ETF – eines ist entscheidend: Du brauchst einen langen Atem. Eine Timeline von 7 bis 10 Jahren ist das Minimum. Die Börse durchläuft immer wieder Zyklen mit Rücksetzern, Verlustphasen und außergewöhnlichen Zeiten, wie wir sie in den letzten Jahren erlebt haben. Eine solide Timeline ist Dein wichtigster Puffer gegen die Volatilität.
    Anleihen: Wie funktionieren sie und lohnen sie sich heute?
    Kommen wir zur zweiten großen Assetklasse: Anleihen (auch Rentenpapiere oder Rentenfonds) Grundprinzip: Du leihst Dein Geld einem Emittenten (Staat oder Unternehmen) und erhältst dafür Zinsen.
    Spannend ist: Anleihen sind an der Börse handelbar, sodass neben den Zinsen auch Kursgewinne möglich sind. Diese entstehen durch Zinsänderungen: 
    fallende Zinsen: Besitzt Du eine Anleihe mit 4 % Verzinsung und die Marktzinsen sinken auf 3,2 oder 1 %, ist Deine höher verzinste Anleihe mehr wert. Du kannst sie mit Kursgewinn verkaufen.

    steigende Zinsen: Hast Du eine Anleihe mit 1 % und die Marktzinsen steigen auf 3 oder 4 %, verliert Deine Anleihe an Wert. Wer will schon 1 %, wenn es anderswo 4 % gibt?

    Wirft man einen Blick auf die aktuelle Lage, sehen wir zwei große Probleme:
    erstens die Inflation und zweitens eine schwächelnde Wirtschaft. Diese Konstellation könnte Zentralbanken zu Zinssenkungen bewegen, was Anleihekursen zugutekäme.
    Doch Vorsicht ist geboten. Die entscheidende Frage ist: Wem leihst Du Dein Geld? Du kannst in Staatsanleihen (mit vermeintlich hoher Sicherheit) oder Unternehmensanleihen (mit höheren Zinsen, aber auch höherem Risiko) investieren. Das Bonitätsrisiko ist real – selbst ein Top-Rating (AAA) ist keine absolute Garantie und kann herabgestuft werden. Immer steht die Frage im Raum: Bekomme ich mein Geld am Ende der Laufzeit zurück?
    Ein weiterer Risikofaktor ist die Währung. Anleihen in Fremdwährungen (z. B. Brasilianischer Real, Argentinischer Peso) versprechen oft hohe Zinsen. Doch das Währungsrisiko kann diese Erträge schnell zunichtemachen: Bekommst Du 8 % Zinsen, aber die Währung verliert 10 % an Wert, bist Du am Ende im Minus.
    Legendäre Investoren wie Ray Dalio setzen auf eine Aufteilung auf Aktien, Immobilien, Anleihen und Cash. Dieses Prinzip hat auch heute noch seine Berechtigung, wobei ich Immobilien für Privatanleger oft als späteren Schritt sehe.
    Immobilien: Pro und Kontra in der aktuellen Marktphase
    Kommen wir zur Immobilie, einer sehr großen und beliebten Assetklasse in Deutschland – vor allem wegen des Sicherheitsgedankens. Doch der Einstieg ist mit erheblichen Kosten verbunden:
    Grunderwerbsteuer

    jährliche Grundsteuer

    Notar- und Grundbuchkosten

    Diese hohen Transaktionskosten schmälern von Anfang an die Rendite. Positiv wirkt sich die Inflation auf Immobilienpreise aus. Doch Vorsicht: Es ist nicht alles Gold, was glänzt.
    Erfolg mit Immobilien erfordert umfangreiches Fachwissen. Du musst Lage, Markt und den baulichen Zustand richtig einschätzen können. Hinzu kommt der Einsatz von Fremdkapital (Kredit). Dieser Hebel (Leverage) kann die Rendite steigern, bedeutet aber auch ein zusätzliches Risiko, mit dem man leben können muss. Die steuerliche Seite ist ein weiterer Punkt.
    Ein oft unterschätzter Faktor ist der administrative Aufwand: Verwaltung, Leerstandsrisiko, Probleme mit Mietnomaden, Renovierungen nach Jahren, Übergaben und Nebenkostenabrechnungen. Immobilien können sehr lukrativ sein, sind aber ein aktives Investment mit vielen Aufgaben.
    Meine aktuelle Einschätzung: Der Immobilienmarkt ist etwas zurückgekommen. Gründe sind gestiegene Zinsen und eine vorherige Überhitzung nach Jahren der Nullzinsen (seit der Finanzkrise 2008/09). Viele Märkte haben Korrekturen von 20 bis 30 % erlebt. Zudem sind Immobilien aktuell schwerer verkäuflich, da potenzielle Käufer oft Schwierigkeiten mit der Bankfinanzierung haben. Für Banken sind neben der Sicherheit (der Immobilie) vor allem die Bonität und das Eigenkapital des Käufers entscheidend.
    Ich glaube, es gibt bei Immobilien aktuell durchaus interessante Einstiegsmöglichkeiten. Doch die entscheidenden Fragen sind: Will ich das gerade? Kann ich das gerade? Und: Will ich mich so lange binden?
    Rohstoffe (Gold und Silber): Krisenschutz oder Spekulationsobjekt?
    Kommen wir zu einem Bereich, der schon sehr lange existiert, und den ich vor den Kryptomärkten behandeln möchte: Rohstoffe, konkret Gold und Silber.
    Warum? Weil dieser Bereich extrem gelaufen ist. Silber über 100 US-Dollar, Gold bei über 5.100 US-Dollar – die Preise sind außer Rand und Band. Auch Kupfer hatte zwischendurch gigantische Kurse.
    Grundsätzlich galt lange: Aktien und Rohstoffe korrelierten negativ. Wenn Aktien fielen, stieg Gold als „Krisenmetall", um Vermögen abzusichern. Gold und Silber waren primär zum Werterhalt gedacht, nicht nur zur Renditeerzielung.
    Doch im Moment erleben wir eine wilde Zeit. Die Aktienmärkte stehen auf Allzeithochs (DAX fast 25.000, S&P 500 fast 7.000), und trotzdem sind Gold und Silber an der Spitze angekommen.
    Warum ist das so? Ich glaube, ein Grund ist, dass die Menschen trotz steigender Aktienkurse eine tiefe Unsicherheit und Angst spüren.
    Diese Unsicherheit speist sich aus vielen Quellen: der Politik der US-Notenbank (FED), der Neubesetzung von Jerome Powell, den regelmäßigen FOMC-Meetings und den vielen anderen Themen, die derzeit die Welt bewegen. Was Börsianer und Investoren überhaupt nicht mögen, ist Unsicherheit. Und genau die haben wir derzeit in den Märkten, weil niemand genau weiß, wie es weitergeht: Was macht die FED? Was passiert mit Jerome Powell? Wie ist Amerika einzuschätzen? Dazu kommen die Kriegs- und geopolitischen Risiken.
    Gold ist ein "Safe Haven", Silber hat zusätzlich eine starke industrielle Komponente. Ich habe Silber vor längerer Zeit sehr deutlich empfohlen und viele positive Feedbacks bekommen, weil es extrem gut gelaufen ist. Persönlich glaube ich, dass vor allem bei Silber die Grenzen erreicht sind. Aber am Ende weiß man nie, wie eine „wilde, verrückte Masse" – wie schon Isaac Newton sagte – die Märkte weiter in die Höhe treiben kann. Man kann also nicht endgültig sagen, ob das schon das Ende der Fahnenstange ist.
    Doch man kann festhalten: Gold und Silber in Teilen im Portfolio mit dabei zu haben, ist durchaus vernünftig.
    Kryptowährungen: Wie viel Platz haben sie im Portfolio?
    Kommen wir nun zu den Kryptowährungen, den Coins. Dieses Thema dürfen wir natürlich nicht auslassen. Grundsätzlich muss man sagen: Die Coins sind mittlerweile im Rennen. Es ist eine Assetklasse, die es seit etwa 17 bis 18 Jahren gibt, für die es bereits ETFs gibt und die weltweit vernetzt wird. Ich persönlich glaube, dass es Kryptowährungen weiterhin geben wird.
    Doch die Lage ist ungewiss: Beim Bitcoin gibt es heiße Diskussionen – die einen sehen ihn bei 20.000 USD fallen, andere bei einer Million. Aktuell steht er bei rund 90.000 USD, und niemand weiß, wer Recht hat.
    Meine Einschätzung: Es ist eine spannende, aber noch sehr junge Assetklasse, die dennoch in keinem Portfolio fehlen sollte. Ein wichtiger Hinweis: Ähnlich wie bei den Big Seven an der Börse (Amazon, Google etc.) sollte man sich auch bei Kryptos auf die etablierten, großen Namen konzentrieren. Ich würde keine Shitcoins kaufen – über 20.000 Coins sind bereits komplett verschwunden. Ich würde mich auf die mit „B" und „E" konzentrieren. Dort könnte es derzeit sogar Nachkaufchancen geben, nachdem der Kurs etwas nachgegeben hat .
    Ein wichtiger gemeinsamer Nenner: Bei Kryptos, Gold/Silber, Immobilien und Aktien (aber nicht bei Anleihen) ist die Inflation Dein Freund. Steigende Preisniveaus treiben tendenziell den Wert dieser Sachwerte nach oben.
    Warum? Weil sich ihre Preise mit der allgemeinen Teuerung inflationär nach oben anpassen – wie das Beispiel der immer teurer werdenden Kugel Eis zeigt. Die Inflation unterstützt diese Assetklassen.
    Anleihen nehme ich hier ein wenig raus. Für mich sind sie im aktuellen europäischen Zinsumfeld eher langweilig. Spannend könnten höchstens Anleihen in Fremdwährungen sein, aber im Kern finde ich diese Klasse derzeit wenig attraktiv.
    Zusammenfassend kann man also sagen: Die genannten Sachwert-Assetklassen werden von der Inflation unterstützt, was sie zu einer echten Investition macht.
    Sparbuch & Co.: Warum diese „sicheren" Klassen gefährlich sind
    Ich möchte auch noch auf die klassischen Assetklassen Sparbuch, Tagesgeld, Bausparen und Lebensversicherung eingehen. Allein in Deutschland liegen noch immer 6 bis 8 Billionen Euro in diesen Produkten.
    Wenn Du in diese Klassen investiert bist, ist das grundsätzlich Deine Entscheidung. Doch ich muss klar sagen: Hier ist die Inflation gegen Dich. Zusätzlich gibst Du Selbstverantwortung und Selbstvertrauen ab, denn Du schließt einen Vertrag mit einer Gesellschaft, der Du Dein Geld gibst und die Dir einen (meist niedrigen) Zins zurückgibt.
    Ich sage immer: „Zinsen sind Strafgeld." Deshalb sind diese Assetklassen für mich erst einmal raus. Der Grund für ihre Beliebtheit ist die vermeintlich hohe Sicherheit, an die die meisten Menschen denken.
    Doch eines ist klar: Mit diesen Assetklassen wirst Du definitiv kein großes Vermögen aufbauen .
    Exoten (Uhren, Kunst, Whisky): Die versteckten Fallstricke
    Kommen wir zu einigen weiteren, durchaus spannenden Themen: den Assetklassen, die so ein bisschen außen vor sind. Dazu zählen Autos, Oldtimer, Wein, Rum, Whisky, Uhren, Schmuck oder Kunst.
    Diese Klassen sind oft relativ entspannt, benötigen aber eine längere Timeline. Ganz klar muss man sagen: Hier musst Du Dich sehr gut auskennen. Ein entscheidender Hinweis ist die Frage nach der Fungibilität Deiner Gelder. Das heißt: Kannst Du die Anlage auch wieder problemlos verkaufen?
    Bei börsengehandelten Assets (Aktien, Anleihen, Coins) oder auch über Portale wie ImmobilienScout ist der Verkauf relativ einfach. Bist Du aber in speziellen Themen wie Uhren, Oldtimern, Wein oder Kunst investiert, wird es deutlich schwieriger.
    Warum? Weil Du das Problem hast, einen Käufer zu finden, der bereit ist, den gewünschten Preis zu zahlen. Das ist für mich einer der größten Vorteile der Börse: Du kannst Apple-Aktien im Wert von mehreren Millionen handeln, ohne den Kurs nennenswert zu bewegen. Versuchst Du hingegen, eine Uhr für 20 Millionen zu verkaufen, wird das schon deutlich schwieriger.
    Last but not least ein paar grundlegende Sätze zu allen Assetklassen:
    Im Einstieg liegt der Gewinn. Der richtige Zeitpunkt zum Starten ist entscheidend.

    Wissen und Erfahrung sind Pflicht. Bevor Du in eine Assetklasse einsteigst, musst Du Dich auskennen und wissen, wie Du damit Geld verdienen kannst.

    Die richtige Strategie und Timeline sind zentral. Du musst Dir überlegen, wie Du vorgehst, wie Du es umsetzt und wie lange Du dabei sein willst. Und Gelder, die Du kurzfristig parken willst, gehören nicht in Einzelaktien, generell nicht an die Börse und schon gar nicht in Immobilien (die sind ja „immobil" und der Handel dauert).

    Achte auf die Kosten. Hohe Anschaffungs- oder Transaktionskosten (wie bei Immobilien oder manchen Fonds) erfordern eine längere Anlageperiode, damit sich die Investition überhaupt rentieren kann.

    Mein Fazit: Die aktuelle Gewichtung für ein smartes Portfolio
    Schauen wir uns die verschiedenen Assetklassen noch einmal im Überblick an und wagen eine grobe Gewichtung für ein Portfolio:
    Bitcoins und Kryptos: Dürfen mit dabei sein. Größenordnung: 3 bis 5 % des Gesamtvermögens.

    Gold und Silber: Ein Thema, das nicht fehlen darf. Die Preise sind aktuell sehr hoch. Würde ich heute einsteigen? Eher nein. Ich würde auf einen Rücksetzer warten, um besser einzusteigen. Dann wären ca. 10 % des Geldes dort gut aufgehoben.

    Immobilien: Hier werden wahrscheinlich demnächst die ersten interessanten Einstiegssignale kommen. Allerdings habe ich das Gefühl, der Markt hat sich noch nicht vollständig gerüttelt; weitere Rückschritte sind möglich. Daher bin ich hier noch vorsichtig.

    Sparbuch/Tagesgeld: Sind ausschließlich für Rücklagen gedacht, nicht für vermögensbildende Investitionen.

    Lebensversicherung/Bausparen: Aus meiner heutigen Sicht würde ich das gar nicht mehr tun. Davon rate ich klar ab. 

    Exoten (Uhren, Oldtimer, Wein, Kunst etc.): Dieser gesamte Restbereich fällt für mich unter „Sonstiges". Hier muss man ein absoluter Marktkenner sein, um die richtigen Stücke zu kaufen und überhaupt Zugang zu bekommen. Das Risiko von Fälschungen ist hoch, und die sichere Aufbewahrung (Safe, Tresor, Alarmanlage) ist aufwendig und kostspielig.

    Aktien liegen einfach entspannt im Depot. Für mich persönlich überwiegt der Aufwand bei Sammler-Assetklassen bei weitem den Nutzen. Ich habe meine Gelder lieber in Aktien angelegt, die ich selbst manage und mit denen ich eine ganz andere Rendite erziele.
    Das war mein Ausblick über die verschiedenen Assetklassen. Ich hoffe, Du konntest wieder einiges für Dich mitnehmen.  
    ---
    Mehr Informationen findest Du auf meiner Webseite:
    ulrichmueller.de
     
    Warst Du bereits bei der Online Finance Mastery?
    https://mastery.ulrichmueller.de
     
    Sichere Dir jetzt meinen kostenfreien Report:
    Jetzt Report sichern: So geht Vermögensaufbau heute wirklich!
     
    Lass' uns connecten:
    Instagram: https://ulrichmueller.de/instagram 
    Facebook: https://ulrichmueller.de/facebook 
    LinkedIn: https://ulrichmueller.de/linkedin 
    YouTube: https://ulrichmueller.de/youtube 
     
    Marker:
    (00:00:00) Aktien & Anleihen
    (00:06:21) Immobilien
    (00:09:10) Rohstoffe & Kryptos
    (00:13:01) Inflation & Fazit
  • Der Börseninvestor - Aktien, Börse & Geldanlage mit Ulrich Müller

    #337 Diese Fehler verhindern Deinen Börsenerfolg für immer!

    26/01/2026 | 20 min
    Darum bleibt der Börsenerfolg für viele unerreichbar 
    Der Titel ist provokant und leider oft wahr. Warum scheitern so viele Anleger, während andere wie Warren Buffett legendären Reichtum aufbauen? In dieser Folge packen wir die größten Hürden an, die zwischen Dir und dem Erfolg an der Börse stehen. Es sind keine magischen Geheimnisse, sondern konkrete mentale und praktische Fehler. Egal, ob Du neu startest oder bereits investierst: Hier erfährst Du, worauf es wirklich ankommt, um 2026 zu Deinem Börsenjahr zu machen.
    Das erwartet Dich dieser Folge: 
    Die Illusion des schnellen Geldes

    Das fehlende Fundament

    Der größte Gegner: Deine Emotionen

    Der größte Fehler: Ungeduld

    Disziplin führt zum Erfolg

    Deine individuelle Strategie

    Dein innerer Kompass: Vertrauen 

    Die Illusion des schnellen Geldes
    Warum bleibt Börsenerfolg für so viele unerreichbar? Oft fehlt schlicht die Erfahrung, kombiniert mit einem natürlichen Spieltrieb, der dazu führt, dass die Börse wie ein Casino behandelt wird – ein Ort, an dem man mal sein Glück versucht, ohne das Spiel wirklich zu verstehen. Manche verlieren, manche werden sogar süchtig nach dem Kick.
    Doch im Kern ist die Börse etwas völlig anderes: Sie ist eine reine Handelsplattform. Worum es wirklich geht, ist die Aktie – also der Anteil an einem realen Unternehmen. Mit dem Kauf einer Aktie bist Du am Produktivkapital beteiligt. Du investierst in die reale Wirtschaft. Die ursprüngliche Idee war genial: Unternehmen sammeln so Kapital, um zu wachsen, zu expandieren und Innovationen voranzutreiben. Das ist eine sehr positive Seite.
    Natürlich weiß ich, dass bei manchen Leuten die Börse in eine falsche Richtung läuft, da es Sekundenhandel, Robots usw. gibt. Diese Seite ist nicht positiv. Doch für den langfristigen Investor bleibt der ursprüngliche, konstruktive Gedanke der Beteiligung an unternehmerischem Erfolg der entscheidende. 
    Doch unser Gehirn ist nicht für Langfristigkeit gemacht. Es jagt dem kurzfristigen Kick nach, dem Adrenalinschub, der kleinen Serotonin-Belohnung. Genau das ist das Problem.
    Die Börse macht nicht morgen reich. Sie ist ein Vehikel, um über Jahre oder Jahrzehnte ein Vermögen aufzubauen. Das Hauptproblem vieler Menschen: Sie überschätzen, was sie kurzfristig schaffen können, und unterschätzen massiv, was langfristig möglich ist. Nimm Dir diesen Gedanken mit.
    Die gute Nachricht: Die Börse ist für jeden erlernbar. Doch Du musst die richtigen Skills erlernen. Der Börsenerfolg bleibt für viele unerreichbar, weil ihnen fundamentale Dinge fehlen, auf die ich im Folgenden eingehen werde. 
    Das fehlende Fundament
    Der erste Punkt ist Fachwissen. Oft lesen Menschen einen Artikel, finden eine Aktie spannend und steigen einfach ein – ohne fundamentale Fragen zu klären:
    Was ist eine Aktie überhaupt?

    Wie kaufe ich sie? (Kosten, Broker)

    Was sind die steuerlichen Konsequenzen?

    Vor allem: Was ist meine Strategie? Wie langfristig ist mein Ansatz?

    Dieses Fachwissen darf man sich aktiv aneignen, ob durch Bücher, Seminare oder erste Schritte in einem Simulator. Wir lernen es nicht in der Schule oder im Studium. Es ist aber das notwendige Fundament, auf dem alles andere aufbaut.
    Die Dringlichkeit zeigt ein berühmter Satz von Warren Buffett: „Die Anfänger konzentrieren sich darauf, schöne Gewinne zu machen, während sich die Profis darauf konzentrieren, kein Geld zu verlieren."
    Diese Denkweise erleben wir in unseren Events ständig. Viele sehen in unserer Blaupause des Investors – mit Fundamentalanalyse, Charttechnik und klaren Indikatoren – ein klares Einstiegssignal und wollen sofort kaufen. Was sie oft übersehen, ist das Risikomanagement. Es gibt immer Fehlsignale, exogene Schocks oder unerwartete Nachrichten (wie jüngst Trumps Äußerungen zu Grönland), die Kurse kurzfristig fallen lassen – völlig unabhängig vom eigentlichen Unternehmenswert.
    Der größte Gegner: Deine Emotionen
    Warum passiert an der Börse so viel? Der Schlüssel liegt in der Lücke zwischen Wert und Preis und in der Macht der Psychologie.
    Wenn ein Politiker eine überraschende Ankündigung macht, hat Procter & Gamble oder Coca-Cola nicht plötzlich weniger Umsatz. Doch die Anleger reagieren emotional. Sie treffen kurzfristige Entscheidungen, die rational keinen Sinn ergeben, und bewegen so den Kurs. Das ist der berüchtigte Herdentrieb. Ein Hype entsteht, alle springen auf, es kommt zum Boom – bis eine Kleinigkeit genügt und die Kurse wieder einbrechen. Genau dieses Muster sehen wir aktuell bei den Big Seven Technologietiteln.
    Schau Dir Microsoft, Apple oder Meta an: Die Kurse sind deutlich zurückgekommen. Warum? Es ist nicht viel passiert, aber die Realität holt die Euphorie ein. In KI wird massiv investiert, aber die meisten Unternehmen generieren damit noch keine Gewinne oder Kosteneinsparungen. Jetzt zweifeln Anleger, ob die horrenden Bewertungen noch gerechtfertigt sind. Das ist reine Marktpsychologie.
    Geld ist hoch emotional und spirituell. Mein wichtigster Tipp: Handele nur in einem optimalen mentalen Zustand. Bring Dich in einen guten, entspannten und ruhigen „State 10". Meine Ruhe ist kein Zufall; sie ist eine bewusste Entscheidung und ein Erfolgsfaktor.
    Emotionen beherrschst Du nicht durch Unterdrückung, sondern durch Training und Erfahrung. Je mehr Du erlebst – Gewinne, Verluste, Krisen – desto gelassener wirst Du. Ein praktisches Tool: Führe ein Tagebuch. Schreibe Deine Börsenerfahrungen, Gedanken und Fehler auf. „Wer schreibt, der bleibt." Unser Gehirn vergisst. In der nächsten Krise, die immer wie die schlimmste erscheint, greifst Du sonst zu den gleichen, emotional getriebenen Mustern.
    Der größte Fehler: Ungeduld
    Wenn Anfänger starten, erwarten sie, dass eine gekaufte Aktie morgen steigt. Die Börse tickt jedoch in Minuten, Kurse schwanken ständig. Ein typisches Szenario: Du kaufst, die Aktie fällt. Du denkst: „Nicht schön." Sie fällt weiter. Du kaufst nach, weil Du „nur ein bisschen" eingesetzt hast. Am Abend steht die Position 1,6 % im Minus und Selbstzweifel kommen auf: „War das überhaupt richtig?"
    Genau dieses kurzfristige, reaktive Denken ist das Problem – ob bei Tradern oder verunsicherten Investoren. Wie sagt man so schön? „Politische Börsen haben kurze Beine." Immer wird die nächste „Sau durchs Dorf getrieben". Als Investor geht es nicht darum, kurzfristig zu handeln. Es geht darum, die Unternehmen zu identifizieren, die langfristig steigen und Gewinne erwirtschaften – so wie wir es in unserem System tun.
    Das sind für mich die LURO-Aktien – Werte, die langfristig von links unten nach rechts oben verlaufen. Mit diesem Ansatz kannst Du auch als Investor einsteigen. Selbst wenn sie zwischendurch fallen, wissen wir: Qualitätsaktien werden langfristig wieder steigen.
    Die beiden fundamentalen Gründe für diesen langfristigen Aufwärtstrend sind:
    Demografie: Wir werden immer mehr Menschen auf der Welt, und auch immer älter. Da wir länger leben, konsumieren wir auch länger.

    Technologischer Fortschritt: Er treibt die Welt ständig an, schafft neue Lösungen und dadurch wird auch immer wieder neues Geld verdient.

    Diese beiden Motoren – Demografie und Innovation – werden nie stoppen. Sie sind statistisch belegt und bilden das solide Fundament für langfristiges Investieren.
    Genau hier scheitern die meisten: an der Zeit und der Ungeduld. Das Gefühl, dass es sofort losgehen und Geld verdient werden muss. Wir erleben das bei Teilnehmern, die sich nach 6, 8 oder 10 Wochen fragen: „Klappt das System?"
    Das ist der falsche Maßstab. In meiner Welt würde man nach einem Seminar erst einmal 1, 2 oder 3 Jahre intensiv üben, trainieren und Erfahrungen sammeln. Erst dann kann man beurteilen, ob der Ansatz passt. Die Masse ist zu ungeduldig, will Erfolg erzwingen, anstatt den Prozess mit Ruhe und Kontinuität zu durchlaufen.
    Das Gleiche gilt für den Zeithorizont. Nimm Dir einfach mal 5, 7, 10 oder sogar 20 Jahre vor. Ich vergleiche das gern mit meiner Zeit in der Investmentberatung, wo es um Altersvorsorge über 30 oder 40 Jahre ging. Ich weiß, wie schwer das für unser Gehirn ist, so lange durchzuhalten.
    Doch jeder wirklich Erfolgreiche, den ich kenne, denkt langfristig. Er fragt nicht: „Was schaffe ich heute?" Sondern: „Wenn ich jeden Tag 1 % besser werde, was habe ich in 10, 20 oder 30 Jahren erreicht?" Das ist die 1 %-Formel.
    Ein Prozent klingt nach wenig. Wenn Du 100 Liegestütze schaffst und 1 % besser wirst, sind es 101. Das schaffst Du. Am nächsten Tag sind es 102, dann 103. Entscheidend ist: Du gehst kontinuierlich voran und behältst das langfristige Ziel im Blick. Genau das führt auch an der Börse zum Erfolg.
    Disziplin führt zum Erfolg
    Viele hatten zu Jahresbeginn die Idee: mehr Sport zu machen, keinen Alkohol mehr zu trinken, sich neue Ziele zu setzen, abzunehmen, mehr zu verdienen. Doch nach wenigen Wochen ist alles wieder beim Alten. Was bedeutet das?
    Wenn Du etwas in Deinem Leben ändern willst und die Disziplin Dich hasst, wirst Du es nie erreichen. Ich sage immer: Disziplin ist das Wort, das arm und reich unterscheidet. Für mich gibt es kein anderes. „Ulrich Müller hört erst auf, wenn er fertig ist" – dieser Satz trifft den Kern. Das gilt für Vermögen, für Geld und damit auch für die Börse.
    Du brauchst die Disziplin, Dir klare Gedanken zu machen und sie umzusetzen. Hilfsmittel sind gut, aber am Ende entscheidet die Disziplin, ob Du durchhältst.
    Deine individuelle Strategie
    Der sechste Punkt ist der Bereich der Strategie. Darüber habe ich schon oft gesprochen, und es gibt schon sehr viele Podcast-Folgen von mir zu diesem Thema. Heute will ich sie nicht auseinandernehmen, sondern lediglich betonen. Es ist unglaublich wichtig, an der Börse eine richtige Strategie zu haben.
    Man kann noch einen Schritt zurückgehen. Du kennst vielleicht meine Formel ESI: Einkommen, Sparen, Investieren. Anders wirst Du nicht erfolgreich.
    Du brauchst ein Einkommen, um überhaupt sparen zu können.

    Du musst sparen (und dabei die Kosten im Griff haben), um Kapital aufzubauen.

    Erst dann kannst Du investieren – und das Geld fließt an die Börse.

    Das ist bereits eine grundlegende Lebens- und Geldstrategie. Darauf baut die konkrete Börsenstrategie auf: Wie investiere ich vernünftig? Hier müssen viele Faktoren geklärt werden:
    Rahmen: Cashquote, Zeithorizont, Zeitinvest pro Woche. Bist Du eher Trader oder Investor? Wie viel Rendite möchte ich eigentlich erzielen?

    Regeln: Klare Einstiegs- und Ausstiegssignale, Absicherung, Diversifizierung.

    Werkzeuge: Der Umgang mit Kennzahlen (wie beispielsweise dem KGV des S&P 500) oder auch fortgeschrittenen Instrumenten wie Optionen (Rollen, Delta), was macht der Fear-and-Greed-Index usw.

    All diese kleinen Puzzleteile ergeben eine funktionierende Strategie, wie wir sie in unseren Seminaren erarbeiten. Nur mit einem solchen Plan kannst Du das Ganze erfolgreich umsetzen.
    Dein innerer Kompass: Vertrauen
    Der letzte Punkt dreht sich um Dich, um mich, um uns alle. Es geht um Vertrauen. Vertrauen ist der Schritt zum Erfolg. Zuerst musst Du Dir selbst vertrauen – Selbstwertgefühl und Selbstvertrauen sind die Basis für jeden Erfolg, im Leben und an der Börse.
    Eine persönliche Anekdote: Ich bin seit fast 32 Jahren an der Börse und habe extrem viel erlebt. Doch mein größter Erfolgssprung kam in den letzten 11 Jahren mit der Gründung der Ulrich Müller Wealth Academy. Woran lag das?
    Am Ende lag es daran, dass ich losgelegt habe, mit dem Vertrauen in mich selbst. Natürlich hatte auch ich am Anfang Fragen und Selbstzweifel: Wird das erfolgreich? Bin ich gut genug? Kann ich das überhaupt vermitteln? Werden die Menschen es verstehen und umsetzen?
    Genau durch das Machen bin ich so viel besser geworden. Ich habe mich reingestürzt, Gas gegeben und das Entscheidende erlebt: konstruktives Feedback von Euch – dem Team und den Teilnehmern. Mittlerweile haben wir tausende von Referenzen, über 2.500 5-Sterne-Bewertungen.
    Täglich erreichen mich Briefe, Nachrichten oder Pakete mit der Rückmeldung: „Hey, so ein tolles System – es funktioniert!" Dieses Feedback gibt Vertrauen – nicht nur in die Methode, sondern vor allem in einen selbst.
    Daher die entscheidende Frage an Dich: Wie steht es um Dein Selbstwertgefühl und Selbstvertrauen? Selbstvertrauen bedeutet nichts anderes, als sich selbst zu vertrauen.
    Dazu gehört ein zweiter, mentaler Punkt: Kannst Du Dir überhaupt vorstellen, ein erfolgreicher Investor zu sein? Hast Du dieses Selbstbild? In unseren Übungen, wie kürzlich in der Finance Mastery, zeigt sich oft: Viele Menschen sind in ihrem aktuellen (kleinen) Denken verhaftet. Jemand, der 2.000 oder 5.000 Euro im Monat verdient, kann sich oft schlicht nicht vorstellen, 10.000, 20.000 oder 100.000 Euro zu verdienen. 
    Das ist der entscheidende Hebel: Wenn Du selbst nicht daran glaubst, an der Börse erfolgreich werden zu können, wirst Du es niemals sein. Was ich beim Thema Geld immer betone: Wenn Du nicht glaubst, dass Du 2, 3 oder 4 % Rendite im Monat erreichen kannst, dann wirst Du sie auch nie erreichen. Der letzte Punkt ist also das Vertrauen – in Dich, Deine Fähigkeiten und Dein Selbstwertgefühl. 
    Warum bleibt der Börsenerfolg für viele unerreichbar? Das Fazit ist, dass es an diesen Gründen liegt:
    Das fehlende Fachwissen darüber, was die Börse wirklich ist.

    Die nicht kontrollierten Emotionen.

    Die fehlende Geduld und die Ungeduld.

    Die falsche oder fehlende Strategie.

    Die mangelnde Disziplin, sie umzusetzen.

    Und zuletzt Du selbst: der Mangel an Vertrauen in Dich und Deine Fähigkeiten.

    Diese Hürden machen den Erfolg für viele unerreichbar – obwohl er doch eigentlich so nah liegt.
    Wenn Du mehr zum Thema Börse wissen und diese Hürden überwinden willst, dann komm gerne auf uns zu. Ich verspreche Dir: Wir kriegen das auch mit Dir hin. Wir gehen die Schritte gemeinsam durch, und dann kannst auch Du ein erfolgreicher Börseninvestor werden.
    ---
    Mehr Informationen findest Du auf meiner Webseite:
    ulrichmueller.de
     
    Warst Du bereits bei der Online Finance Mastery?
    https://mastery.ulrichmueller.de
     
    Sichere Dir jetzt meinen kostenfreien Report:
    Jetzt Report sichern: So geht Vermögensaufbau heute wirklich!
     
    Lass' uns connecten:
    Instagram: https://ulrichmueller.de/instagram 
    Facebook: https://ulrichmueller.de/facebook 
    LinkedIn: https://ulrichmueller.de/linkedin 
    YouTube: https://ulrichmueller.de/youtube 
     
    Marker:
    (00:00:00) Warum so viele scheitern
    (00:03:16) Börse & Fachwissen, Emotionen
    (00:09:14) Zeit & Ungeduld, Disziplin
    (00:15:38) (Selbst)Vertrauen
  • Der Börseninvestor - Aktien, Börse & Geldanlage mit Ulrich Müller

    #336 Darum würde ich heute KEINE Immobilien mehr vermieten!

    19/01/2026 | 19 min
    Warum ich als gelernter Maurer lieber Aktien als Immobilien vermiete
    Als gelernter Maurer und Sohn eines Bauunternehmers liegt mir der Immobilienmarkt im Blut. Doch ein Großteil meines Vermögens steckt heute in Aktien. Warum ich lieber Aktien statt Immobilien vermiete und welche entscheidenden Vorteile diese Assetklasse bietet, erfährst Du in diesem direkten Vergleich. Ich stelle beide Anlageformen in zehn zentralen Punkten gegenüber – von den Transaktionskosten bis zum Verwaltungsaufwand. 
    Das erwartet Dich in dieser Folge:
    Wie mir die Maurerlehre Disziplin fürs Investieren beibrachte

    Die Bewertung: Welche Assetklasse ist einfacher einzuschätzen?

    Die Transaktionskosten: Ein gewaltiger Unterschied

    Die „bauliche" Prüfung und Verwaltung: Wo der CEO für Dich arbeitet

    Instandhaltung und Reparaturen: Geld, das Dir erspart bleibt

    Kredit, Schulden und Angst: Wo der Leverage besser funktioniert

    Leerstand und Mietnomaden: Risiken, die es an der Börse nicht gibt

    Flexibilität: Warum Aktien nicht immobil sind

    Mein Fazit

    Wie mir die Maurerlehre Disziplin fürs Investieren beibrachte
    Warum ich als gelernter Maurer heute lieber Aktien als Immobilien vermiete, mag auf den ersten Blick überraschen. Um das zu verstehen, muss ich ausholen.
    Mein Vater war 45 Jahre lang Bauunternehmer und lebte für seinen Beruf. Ich trat in seine Fußstapfen und absolvierte selbst eine dreijährige Maurerlehre. Rückblickend war das eine äußerst prägende Zeit. Ich lernte, was es heißt, sein Geld mit den eigenen Händen zu verdienen: Jeden Morgen um 5 Uhr aufstehen, bei jedem Wetter auf der Baustelle stehen – in brütender Hitze, im Schneetreiben oder Dauerregen – und den ganzen Tag volle Leistung bringen.
    Parallel dazu spielte ich Handball in der Regionalliga und 2. Bundesliga, mit vier Trainingseinheiten pro Woche. Die Kombination aus körperlicher Schwerarbeit und Hochleistungssport formte eine extreme Disziplin. Damals war ich topfit, mit unter 8 % Körperfett, und konnte essen, was ich wollte.
    Warum erzähle ich das? Diese frühen Erfahrungen sind der Ursprung für meine heutige Überzeugung: Disziplin ist das Wort, das arm und reich unterscheidet. Anfangen kann jeder – darin sind wir alle groß, doch Dinge langfristig, über Jahre oder sogar Jahrzehnte durchzuziehen, das ist die wahre Meisterklasse.
    Das zeigt auch das Beispiel von Warren Buffett. Ein großer, massiver Teil seines Vermögens entstand erst ab seinem 50. Lebensjahr. Woran lag das? An seinem systematischen Ansatz, seinem langfristigen Denken und vor allem daran, dass er durchgehalten hat. Genau diese Disziplin ist der Kern jedes nachhaltigen Investitionserfolgs. 
    Warum ich inzwischen weniger in Immobilien investiere und stattdessen viel mehr in Aktien – das habe ich gerade im Büro erlebt. Denn wegen des Neuschnees hatten wir einen Wasserschaden. Durch das Gewicht ist das Dach ein wenig eingerissen, wodurch Wasser in das Gebäude gelangte. Zum Glück hat es keinen großen Schaden angerichtet, aber was diese Situation zeigt: Man muss sich um diese Dinge kümmern. In dieser Folge möchte ich die Unterschiede der beiden Assetklassen herausarbeiten. Zuvor ist es aber wichtig, anzumerken, dass man mit beiden gutes Geld verdienen kann. Doch dafür ist es unabdingbar, dass man sich mit diesen Assetklassen gut auskennt – dazu gehört nicht nur fachliche, sondern auch steuerliche Expertise, und natürlich auch eine klare Strategie.
    Wenn Du mir schon länger folgst, dann weißt Du, dass ich ein sehr strategischer und systematischer Anleger bin und das ist etwas, was Du in jedem Fall auch brauchst. Neben dem Durchhalten geht es auch um Strategie und darum, das System im Auge zu behalten. 
    Die Bewertung: Welche Assetklasse ist einfacher einzuschätzen?
    Ob Aktie oder Immobilie – bevor Du investierst, musst Du den Wert beurteilen. Bei einer Immobilie ist das komplex:
    Lage: A-, B- oder C-Lage?

    Nutzung: Gewerbe oder Wohnraum?

    Standort: In welcher Stadt, in welchem Viertel?

    Baulicher Zustand: Wie ist die Substanz? Hier hilft mir mein Handwerker-Hintergrund, Qualität und mögliche Mängel wie Feuchtigkeit einzuschätzen.

    Diese multifaktorielle Bewertung ist aufwändig und erfordert viel Expertise oder teure Gutachter.
    Das ist der klassische Unterschied zwischen Wert und Preis. Als Maurer kann ich den baulichen Wert relativ gut beurteilen – die Qualität der Wände, des Dachs, Feuchtigkeit. Das ist ein Vorteil, aber dennoch aufwändig.
    Auf der Aktienseite ist dieser Schritt um ein Vielfaches einfacher. In unserer Ulrich Müller Wealth Academy nutzen wir das AQUB-Tool. Gibst Du einen Aktiennamen ein, erhältst Du sofort eine Klassifizierung:
    A-Wert: Ein Top-Wert mit stetigem Aufwärtstrend (LURO-Aktien).

    B-Wert: Steigt ebenfalls, hat aber eine gewisse Schwankung.

    C-Wert: Hat Qualität, aber sehr große Schwankung.

    Diese klare, schnelle Einschätzung ist ein gewaltiger Effizienzvorteil. Im Vergleich punkten hier klar die Aktien. Zwischenstand: 1:0 für Aktien.
    Die Transaktionskosten: Ein gewaltiger Unterschied
    Beim Kauf einer Immobilie in Deutschland fallen gewaltige Nebenkosten an, noch bevor die eigentliche Investition beginnt:
    Grunderwerbsteuer: 6–7,5 % (je nach Bundesland)

    Notar und Grundbuch: ca. 1,5 %

    Maklerprovision: oft 5–6 % (teilweise aufgeteilt)

    Schnell summieren sich diese Nebenkosten auf 10–14 % des Kaufpreises. Bei einem Haus für 400.000 € sind das 50.000–60.000 €, die zusätzlich anfallen und erst über Jahre der Mieteinnahmen wieder hereingeholt werden müssen.
    Auf der Aktienseite sind die Transaktionskosten marginal. Die Höhe der Kosten hängt aber natürlich von Deiner Strategie ab. Ein Buy-and-Hold-Investor hat nahezu keine laufenden Kosten. Folgst Du einem aktiveren Ansatz wie meinem (Value-Investor mit Trading-Ansatz), fallen etwas mehr Gebühren an. Wir bei der Ulrich Müller Wealth Academy haben allerdings bei Interactive Brokers oder auch CapTrader absolute Spezialkonditionen, weil wir so groß sind und so eine Menge von Menschen zusammenbringen. Das kann dazu führen, dass Trades für 50.000 $ circa 1–3 € Gebühren kosten. Und da sehen wir schon: für die Aktie definitiv das 2 zu 0, denn die Transaktionskosten sind auf der Aktienseite deutlich geringer und dadurch bleibt das Ganze auch flexibler.
    Die „bauliche" Prüfung und Verwaltung: Wo der CEO für Dich arbeitet
    Der nächste Punkt ist die umfassende Prüfung. Bei einer Immobilie muss alles geprüft werden: Sind alle Baumaßnahmen amtlich eingetragen und legal? Wie steht es um die Statik? Besonders im Ausland ist Vorsicht geboten. Oft muss ein teurer Gutachter hinzugezogen werden, um nicht die „Katze im Sack" zu kaufen.
    Auf der Aktienseite entspricht das der fundamentalen Analyse (Wert vs. Preis) und der Beurteilung des Managements. Den größten Teil dieser Arbeit übernimmt für Dich der CEO des Unternehmens. Du musst Dich nicht um Bauanträge oder Statik kümmern. Zwischenstand also: 3:0 für Aktien.
    Kommen wir direkt zum nächsten, großen Punkt: die Verwaltung. Jeder, der mehrere Immobilien besitzt, weiß, dass dies ein großes Thema ist:
    Neuvermietung und Mieterwechsel

    Übergabe- und Rückgabeprotokolle

    Organisation und Abrechnung von Reparaturen

    Nebenkostenabrechnungen

    Die Liste der Verwaltungsaufgaben ist lang und zeitraubend. Bei Aktien übernimmt auch hier das Management des Unternehmens diese komplette operative Arbeit für Dich. Als Aktionär musst Du Dich um keine Mieter oder Abrechnungen kümmern. Zwischenstand: 4:0 für Aktien.
    Instandhaltung und Reparaturen: Geld, das Dir erspart bleibt
    Dieser Punkt ist so zentral, dass ich ihn extra ausgliedere. Bei einer Immobilie muss man stets Rücklagen bilden – die Faustregel sind 1 % des Hauspreises pro Jahr für Instandhaltung. Heizung, Fenster, Malerarbeiten: Immer wieder fallen Kosten an.
    Doch es geht nicht nur ums Geld, sondern um Zeit und Aufwand: Angebote einholen, zuverlässige Handwerker finden, die Arbeiten koordinieren und überwachen. Selbst mit einer Hausverwaltung wirst Du als Eigentümer bei größeren Maßnahmen in Entscheidungen eingebunden. Diesen kontinuierlichen praktischen Aufwand gibt es bei Aktien nicht. Zwischenstand: 5:0 für Aktien.
    Kredit, Schulden und Angst: Wo der Leverage besser funktioniert
    Hier wird es interessant, denn der Punkt Fremdfinanzierung spielt für beide Assetklassen eine Rolle, aber auf sehr unterschiedliche Weise.
    Die meisten Menschen können sich eine Immobilie nicht bar leisten. Ein Kredit ist hier die Regel. Das Spiel aus Eigenkapital und Fremdkapital (Leverage) ermöglicht den Kauf einer teureren Immobilie, bringt aber eigene Herausforderungen mit sich:
    Eigenkapitalbeschaffung: Eine hohe Summe muss zunächst angespart werden.

    Aufwändige Finanzierung: Umfangreiche Unterlagen müssen bei der Bank eingereicht und regelmäßig aktualisiert werden – besonders für Selbstständige ein großer bürokratischer Aufwand.

    Kapitaldienst: Die monatliche Rate muss stets bedient werden.

    Zinsrisiko: Steigen die Zinsen bei einer Anschlussfinanzierung, kann die neue Rate schnell untragbar werden.

    Emotionale Belastung: Viele Menschen schlafen schlecht, wenn sie hunderttausende an Schulden haben.

    Auf der Aktienseite ist die Grundempfehlung klar: Handle nie mit geliehenem Geld. Wir setzen nur eigenes Kapital ein (Hebel 1). Zwar bieten Broker die Möglichkeit, mit einem Hebel zu arbeiten (sogar bis zu 6), aber davon rate ich dringend ab. Das Risiko ist immens.
    Immobilieninvestoren argumentieren oft mit „Other People's Money" (OPM) – dem Hebel der Bank. Diesen Leverage-Effekt könnte man theoretisch auch im Depot abbilden, aber das Risiko ist hier ungleich höher und schwerer kontrollierbar als bei einer Immobilienfinanzierung.
    Daher gebe ich in diesem Bereich einen Punkt der Immobilien-Seite. Der Fremdkapital-Hebel ist hier traditionell etablierter und bei verantwortungsvollem Umgang überschaubarer. Neuer Zwischenstand: 5:1 für Aktien.
    Leerstand und Mietnomaden: Risiken, die es an der Börse nicht gibt
    Kommen wir zu zwei klassischen Risiken der Immobilienvermietung: Leerstand und Mietnomaden.
    Bei Aktien gibt es diese Probleme nicht. Wenn Du Aktien vermietest (d.h. Optionen verkaufst), gibt es immer einen Markt und einen Preis. Leerstand existiert nicht. Dieses Risiko fällt komplett weg.
    Zwischenstand: 6:1 für Aktien.
    Das gleiche gilt für das Risiko von Mietnomaden. Bei Immobilien kannst Du trotz sorgfältiger Auswahl (Schufa, Gehaltsnachweise) Pech haben. Mieter können plötzlich nicht mehr zahlen oder verwüsten die Wohnung. Dieses persönliche und finanzielle Risiko ist erheblich.
    Bei Aktien gibt es keine Mietnomaden. Das operative Geschäft läuft über den CEO des Unternehmens. Dein Investment ist von diesem individuellen Risiko komplett entkoppelt.
    Zwischenstand: 7:1 für Aktien.
    Ein verwandtes Risiko ist der Mietausfall. Selbst bei vermieteten Immobilien können Krisen (wie Corona), Jobverlust des Mieters oder andere Gründe dazu führen, dass die Miete ausfällt oder nur teilweise gezahlt wird. Eine Mietausfallversicherung mildert das, frisst aber wiederum Rendite.
    Auf der Aktienseite ist auch dieses Risiko nicht existent. Die vereinbarte Miete (Optionsprämie) bekommst Du immer. Zwischenstand bleibt: 7:1 für Aktien.
    Flexibilität: Warum Aktien nicht immobil sind
    Der letzte fundamentale Unterschied ist die Flexibilität. Der Name sagt es schon: Eine Immobilie ist immobil, also unbeweglich. Sie bindet Dich an einen konkreten Ort. Du legst Dich auf eine Stadt, ein Viertel fest. Was, wenn Du den Job wechselst oder umziehen möchtest? Du kannst das Haus nicht einfach auf einen LKW laden und mitnehmen. Diese örtliche Bindung ist ein großer Nachteil an Flexibilität.
    Auf der Aktienseite herrscht maximale Flexibilität. Du kannst jede Aktie jederzeit kaufen oder verkaufen. Alles, was Du brauchst, ist eine Internetverbindung und Dein Broker-Zugang. Ob Du zu Hause bist oder auf Mallorca im Liegestuhl – ein Knopfdruck genügt.
    Natürlich gibt es auch gewisse Grenzen. Wobei man sagen muss: Ist man im Aktienmarkt unterwegs und hat die großen Aktien der Welt, die 130, die wir empfehlen, dann ist ein Handel zu jeder Zeit möglich. Ich habe auch schon mal 3 bis 7 Millionen in einer Aktie gehandelt (beispielsweise mit Apple). Und dieser Trade ist innerhalb von Bruchteilen von Sekunden ausgelöst und erledigt worden. Diese Liquidität und Handlungsfreiheit ist mit einer Immobilie undenkbar. Endstand im Vergleich: 8:1 für Aktien.
    Mein Fazit
    Zusammenfassend steht im direkten Vergleich ein klares Ergebnis: 8:1 für die Aktie. Man könnte sagen, ich sei als Aktieninvestor parteiisch. Doch darum geht es nicht. Es geht um eine nüchterne Betrachtung der Vor- und Nachteile.
    Und natürlich bleibe ich dabei: Wenn du Immobilien hast, kannst Du damit natürlich auch super gutes Geld verdienen. Aber meine klare Empfehlung ist: Du solltest immer diversifizieren. Und auch Aktien gehören definitiv in jedes Portfolio rein.
    Warum ich als gelernter Maurer heute lieber Aktien vermiete? Weil ich für beide Assetklassen eine Affinität habe, aber die Vorteile der Aktien für mich überwiegen. Das Wichtigste ist jedoch, dass Du überhaupt anfängst zu investieren – anders lässt sich in der heutigen Zeit kein Vermögen mehr aufbauen.
    Mein persönliches Plädoyer gilt der Aktie, weil der Einstieg leichter und schneller ist, die Lernkurve steiler und viele praktische Hürden einfach nicht existieren. 
    ---
    Mehr Informationen findest Du auf meiner Webseite:
    ulrichmueller.de
     
    Warst Du bereits bei der Online Finance Mastery?
    https://mastery.ulrichmueller.de
     
    Sichere Dir jetzt meinen kostenfreien Report:
    Jetzt Report sichern: So geht Vermögensaufbau heute wirklich!
     
    Lass' uns connecten:
    Instagram: https://ulrichmueller.de/instagram 
    Facebook: https://ulrichmueller.de/facebook 
    LinkedIn: https://ulrichmueller.de/linkedin 
    YouTube: https://ulrichmueller.de/youtube 
     
    Marker:
    (00:00:00) Was befähigt mich, über Immobilien zu urteilen?
    (00:03:54) Bewertung, Nebenkosten
    (00:07:29) Bauliche Prüfung, Verwaltung, Instandhaltung & Reparaturen
    (00:10:21) Kredite & Angst, Leerstand, Mietnomaden
    (00:14:20) Mietausfall, Flexibilität, Steuern

Altri podcast di Economia

Su Der Börseninvestor - Aktien, Börse & Geldanlage mit Ulrich Müller

Wolltest Du schon immer über Aktien und Börse lernen? In diesem Podcast erfährst Du, wie Du Dein Geld anlegst und richtig investierst. Du erfährst nicht nur, was Ulrich Müller so erfolgreich gemacht hat, sondern bekannte Persönlichkeiten geben ihre besten und schlechtesten Investitionen preis. Seit seinem 16. Lebensjahr interessiert sich Ulrich Müller für Investments aller Arten. Mittlerweile ist er ein Aktienprofi, der sein Hobby zum Beruf gemacht hat. Du wirst dadurch mit auf eine Reise genommen und bekommst Erfolgsrezepte, Tools und Strategien von Coaches, Investmentberatern, Börsenprofis, Immobilien-Investoren, sowie bekannten Autoren und Personen aus seiner Börsenfamilie an die Hand, die Du in Dein eigenes Leben integrieren kannst. Es geht hier darum, wie Du Dich selbst, sowie die richtigen Chancen für Dein Leben erkennst um somit Deine persönlichen Erfolge zu feiern.
Sito web del podcast

Ascolta Der Börseninvestor - Aktien, Börse & Geldanlage mit Ulrich Müller, Black Box - La scatola nera della finanza e molti altri podcast da tutto il mondo con l’applicazione di radio.it

Scarica l'app gratuita radio.it

  • Salva le radio e i podcast favoriti
  • Streaming via Wi-Fi o Bluetooth
  • Supporta Carplay & Android Auto
  • Molte altre funzioni dell'app