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Springer Medizin Wien/ Martin Krenek-Burger
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    Halsschlagader: Das unterschätzte Warnsignal für Schlaganfall und Demenz

    01/06/2026 | 28 min
    Die meisten Menschen denken erst dann an ihre Halsschlagader, wenn etwas passiert ist. Dabei kann gerade dieses Gefäß früh zeigen, wie gesund das gesamte Gefäßsystem noch ist. Fachleute sprechen deshalb von einem „Fenster zum Gehirn“: Mit einer einfachen Ultraschalluntersuchung lassen sich Veränderungen erkennen, lange bevor Beschwerden auftreten.
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    Gynäkologie auf TikTok & Instagram: Warum junge Frauen Social Media mehr vertrauen als Ärzten

    26/05/2026 | 17 min
    Junge Frauen suchen heute auf TikTok, Instagram und Google nach Antworten zu Körper, Verhütung und Sexualität. Fehlinformationen und schlechte Erfahrungen bei Arztbesuchen verunsichern sie jedoch häufig. Die niederösterreichische Gynäkologin Kehinde Wewe klärt deshalb über einen Podcast und Social Media evidenzbasiert auf. Sie vermittelt die Informationen verständlich, modern und lebensnah.
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    Hitze, Jetlag, Druck: Körper und Geist im Ausnahmezustand - So überstehen Fußballer eine Weltmeisterschaft

    18/05/2026 | 33 min
    Die Fußball-Weltmeisterschaft beginnt für die Spieler lange vor dem Anpfiff. Reisen, Zeitverschiebung und Klima bringen den Körper aus dem Takt. Herzfrequenz und Stresshormone steigen, der Schlaf leidet. Der sogenannte „Turnierkörper“ beschreibt diesen Zustand: Selbst Top-Athleten bleiben zunächst unter ihrem Niveau. Erst nach zehn bis vierzehn Tagen stellt sich Gleichgewicht ein – wer das unterschätzt, verliert Leistung.
    Hitze wirkt dabei komplex. Nicht nur Temperatur, auch Luftfeuchtigkeit und Sonne belasten den Kreislauf. Der Körper kühlt, verliert Flüssigkeit – die Folgen sind schwere Beine, langsame Sprints, ungenaue Pässe. Erst mit gelungener Akklimatisierung kommt Tempo ins Spiel.
    Am Spielfeldrand zählt Präzision. Teamärzte erkennen Verletzungen oft aus der Distanz, handeln schnell und gezielt. Minuten entscheiden, ob ein Spieler weitermachen kann.
    Auch Ernährung ist Strategie. Alles ist geplant: Kohlenhydrate für Energie, Proteine für Muskeln, Fette gegen Entzündungen. Problematisch ist oft der Darm, der auf Reise und Stress sensibel reagiert. Deshalb setzen Teams auf vertraute Lebensmittel – „Food first“, Supplements nur ergänzend.
    Einfach, aber entscheidend ist die Hydration. Die Urinfarbe zeigt den Zustand: hell gut, dunkel kritisch. Trinkpausen sind daher Schutz, nicht Luxus.
    Neben dem Körper spielt der Kopf eine große Rolle. Druck, Erwartungen und Schlafprobleme beeinflussen die Leistung. Vertrauen im Team hilft – mentale Stärke entscheidet oft mit. Favoriten kämpfen mit Druck, Außenseiter mit Unsicherheit.
    Langfristig zeigt sich: Fußball kann das Leben verlängern, birgt aber Risiken wie Gelenkschäden oder Demenz durch Kopfbelastung.
    Für den Alltag bleibt: Bewegung, Krafttraining, Schlaf, gute Ernährung, wenig Alkohol und stabile soziale Kontakte verlängern vor allem die gesunden Jahre.
    Fazit: Die WM wird im Körper entschieden. Anpassung zählt oft mehr als Talent.
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    Hantavirus in Österreich: Infektiologe Krause warnt vor Staub und Nagetieren

    11/05/2026 | 23 min
    Das Interview mit dem Grazer Infektiologen Robert Krause beleuchtet die oft unterschätzte Gefahr von Hantavirus-Infektionen. Diese Infektionen werden vor allem durch aufgewirbelten Staub mit kontaminiertem Nagetierkot übertragen. Ein Fallbeispiel eines Landwirts zeigt, wie schnell eine alltägliche Tätigkeit zum Gesundheitsrisiko werden kann. Besonders im Frühling steigt die Gefahr, da trockene Bedingungen die Verbreitung virushaltiger Partikel begünstigen.

    Krause erklärt, dass die in Österreich vorkommende Virusvariante meist nicht tödlich ist, aber dennoch schwere Krankheitsverläufe verursachen kann. „Der Staub war kontaminiert mit dem Kot einer Mausart“, betont er und verweist auf die Rötelmaus als Hauptüberträger. Typische Symptome reichen von grippeähnlichen Beschwerden bis hin zu Nierenproblemen.

    Wichtig sei daher Prävention. Schutzmaßnahmen wie das Befeuchten staubiger Flächen und das Tragen von Masken können das Infektionsrisiko deutlich reduzieren.
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    Schwangerschaftsdiabetes: Wenn frühe Kontrolle den Unterschied macht

    04/05/2026 | 23 min
    Schwangerschaftsdiabetes betrifft in Österreich etwa jede zehnte werdende Mutter. Die Diagnose trifft oft unerwartet – und doch fällt sie in eine kritische Phase. Zwischen der 24. und 28. Schwangerschaftswoche wird die Grundlage für die Gesundheit des Kindes gelegt, nicht nur für die Geburt, sondern oft für viele Jahre danach.

    „Ein erhöhter Blutzucker der Mutter gelangt direkt zum Kind“, erläutert Prof. Christian Göbl von der MedUni Wien. Das ungeborene Kind reagiert darauf mit einer verstärkten Insulinproduktion, wächst schneller als gewöhnlich und hat dadurch ein erhöhtes Risiko für Geburtskomplikationen wie Schulterdystokie oder Unterzuckerung nach der Geburt.

    Die wichtigsten Risikofaktoren sind ein höheres mütterliches Alter, genetische Veranlagung und vor allem Übergewicht zu Beginn der Schwangerschaft. Doch Gestationsdiabetes ist in vielen Fällen gut behandelbar. Etwa zwei Drittel der Betroffenen können ihre Blutzuckerwerte allein durch gezielte Ernährungsanpassungen und Bewegung stabilisieren. Medikamente sind oft nicht erforderlich.

    Ein bedeutender Fortschritt liegt in der Individualisierung der Betreuung. Göbls Forschung zeigt: Schwangerschaftsdiabetes ist keine einheitliche Erkrankung. Anhand einfacher klinischer Daten lassen sich unterschiedliche Verlaufsformen erkennen – mit jeweils unterschiedlichen Risiken und Therapiebedarfen.

    Zusätzlich revolutioniert die kontinuierliche Glukosemessung die Versorgung. Statt einzelner Stichmessungen sehen Frauen ihre Werte rund um die Uhr. Das schafft Verständnis, Sicherheit und die Möglichkeit, frühzeitig gegenzusteuern. Schwangerschaftsdiabetes ist damit kein unabwendbares Schicksal mehr, sondern eine gut steuerbare Herausforderung – vorausgesetzt, er wird früh erkannt und ernst genommen.
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Medizinische Sendungen gehen in die Tiefe, sind aber nicht unterhaltsam. Dieses Vorurteil zu widerlegen, haben wir uns für den Hörgang vorgenommen. Nun haben wir auf Springer Medizin Österreich einen Podcast ins Leben gerufen, der sowohl aktuell als auch wissensvermittelnd sein, darüber hinaus akustisch etwas hermachen soll. Neben Experten aus Wissenschaft und Praxis werden wir auch unsere Fachredakteure, Kolumnisten und Reporter der „Ärzte Woche“ zu Wort kommen lassen.
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