43 episodi
Eigene Trigger erkennen – warum eine gesunde Selbstregulation im Umgang mit unseren Kindern notwendig ist
14/08/2026 | 36 minDie meisten Eltern kennen den Moment, wenn sich bei den Hausaufgaben die eigene Geduld verabschiedet und man sich von Matheaufgabe zu Matheaufgabe immer weiter in die eigene „Red Zone“ bewegt.
Das ist der Moment, den wir alle hassen und doch eigentlich unbedingt vermeiden wollen. Denn wir werden laut, sind genervt, unser Kind weint und macht vermutlich anschließend komplett dicht.
Und danach geht es uns allen mies.
Uns Eltern, weil das mit Sicherheit nicht unser Ziel war, und vor allem unseren Kindern, weil wir sie in diesem Moment weder begleitet noch unterstützt haben. Im Gegenteil. Wir wollen ihr Safe Space sein – und schaffen es in diesen Momenten einfach nicht.
Dieses Gefühl kennen viele nicht nur von den Hausaufgaben. Im Alltag kommen wir immer wieder an einen Punkt, an dem wir in Verhaltensmuster fallen, die wir selbst an uns nicht mögen. Verhaltensmuster, die wir keineswegs aktiv wählen oder für die wir uns bewusst entscheiden. Wir sind ihnen vielmehr irgendwie ausgeliefert. Wir schlittern ohne Halt in dieses emotionale Chaos, das wir so sehr vermeiden möchten.
Kurz gesagt: Wir stehen unseren Triggerpunkten gegenüber. Triggerpunkten, die wir seit unserer Kindheit mit uns herumtragen und die jetzt auf einmal immer wieder auftauchen.
Aber warum tappen wir immer wieder in diese Falle? Warum fällt es uns so schwer, anders zu reagieren?
Genau darüber rede ich mit Dr. Martina Stotz. Es geht um die Frage, wie es uns gelingt, solche Trigger zu erkennen. Und vor allem darum, wie wir lernen können, mit ihnen umzugehen.
Ich hoffe, die Tipps helfen euch – auch wenn wir im Podcast leider nie so ausführlich über Themen sprechen können, wie es eigentlich notwendig wäre.
Habt viel Spaß bei der Folge und meldet euch, wenn wir etwas ausgelassen haben.
Eure ElliEinschulung – wie begleite ich mein Kind bedürfnisorientiert bei einem der sensibelsten Übergänge ihrer Entwicklung?
31/07/2026 | 41 minDie Zeit ist ein Dieb.
Genau das denke ich, wenn ich mir meine Kinder anschaue. Mein Sohn kommt schon bald in die dritte Klasse, meine Tochter in die zweite. Die Aufregung und Melancholie, die ich an beiden Einschulungen gespürt habe, ist noch so präsent, dass es sich anfühlt, als wäre das alles erst vor einer Woche gewesen. Es geht alles so verdammt schnell. Und wenn ich, als erwachsene Frau, schon kaum hinterherkomme, wie geht es dann erst unseren Kindern.
I mean: was ist das bitte für ein krasser Schritt. Was diese kleinen wunderbaren Kerlchen (ich spreche hier von Jungs UND Mädchen) ist einfach so krass.
Sie stehen auf, obwohl sie müde sind.
Sie halten sich an Regeln, die sie vorher nicht kannten und die sie teilweise auch einfach kacke finden (oft zurecht).
Sie lernen rechnen, lesen, schreiben.
Sie bekommen eine Lehrkraft, die sie nie zuvor gesehen haben.
Sie sitzen mit Kindern zusammen, die sie sich nicht ausgesucht haben und die sie möglicherweise auch gar nicht so mögen.
Sie machen nach der Schule noch Hausaufgaben, obwohl ihr kindliches Wesen ihnen ganz klar signalisiert, dass sie jetzt nur Bewegung und Freiraum brauchen.
Es ist viel. Und auch aus diesen Gründen ist der Übergang in die Schule wohl einer der sensibelsten in der kindlichen Entwicklung. Was das aus entwicklungspsychologischer Sicht bedeutet, und wie wir das alles als Eltern gut auffangen können, bespreche ich mit Dr. Martina Stotz. Sie ist selbst Mama, war Grundschullehrerin und ist Familien- und Entwicklungspsychologin.
Es geht darum, zu verstehen, was Kinder ohnehin in dieser Phase schon alles körperlich, kognitiv, emotional und vielleicht auch hormonell bewältigen müssen. Und dann kommt noch on top das für sie komplett neue System – die Schule.
Hört rein und ich hoffe, ihr konntet wieder ganz viel für euren Alltag mitnehmen.
Falls euch eine Sache fehlt oder ihr ein Thema habt, das ich bisher ignoriert habe, schreibt mir jederzeit: elisabeth.graulich@alliosnbaby.de.
Viel Spaß, eure ElliSchule auf Augenhöhe – Wie weit sind wir davon entfernt? So begleitet ihr euer Kind durch den Druck.
17/07/2026 | 1 h 37 minYep, der Podcast ist lang.
Der längste bisher, glaube ich. Aber diesem Thema eine Stimme zu geben, war mir so wichtig.
Ein Thema, das sich an Eltern, werdende Eltern und auch Lehrer richtet.
Ein Thema, das alle unsere Kinder betrifft.
Und ich bin so happy, dass sich Saskia Niechzial die Zeit genommen hat, um ihre Ansichten zu teilen. Saskia ist selbst Mutter von vier Kindern, ist Lehrerin, positioniert sich auf ihrem Insta-Account @liniert.kariert klar und ich würde sie als Bildungsrebellin bezeichnen – wobei das schon fast viel zu negativ besetzt ist. Mir fällt gerade nur kein anderer, passenderer Begriff dafür ein.
Es geht um die Frage, wie Schule in den meisten Fällen läuft und wie sie laufen könnte. Es geht nicht darum, alles schlechtzureden. Es geht nicht um den moralischen Zeigefinger. Es geht um eine Bestandsaufnahme der aktuellen Bildungssituation.
Kinder verbringen so viel Zeit in Bildungseinrichtungen, die einem Muster folgen, das längst veraltet ist. Ein Schulsystem, das Ergebnisse der Entwicklungsforschung ignoriert oder zumindest teilweise ignoriert.
Bildung (also das Abhaken des vorgegebenen Lehrplans) hat in vielen Schulen einen höheren Stellenwert als Individualität, körperliche Aktivität, die Förderung empathischer Kompetenzen, die Stärkung des Selbstwertes oder Kreativität.
Wir schauen zu sehr darauf, WAS Kinder im Gleichschritt zu lernen haben, und nicht, WIE sie das denn am besten schaffen könnten. Schulen legen den Fokus auf Schwächen (was alles nicht passt und nicht schnell genug oder gut genug gelernt wurde) und selten auf die Dinge, die richtig gut laufen (beispielsweise kleine Fortschritte, die Kinder gemacht haben). Es zählen Noten und selten das, was alles dahintersteckt, wie etwa die Anstrengungen.
Mit Saskia rede ich genau darüber. Sie versucht als Lehrerin, den Fokus immer wieder neu auszurichten, ihre Sicht täglich neu zu justieren und die Kinder als Kinder zu sehen.
Als Kinder mit völlig unterschiedlichen familiären Hintergründen, wunderbar bunten Charakteren und verschiedenen Eigenschaften.
Immer auf Augenhöhe.
Sie fragt sich nicht, was NICHT geht. Sie fragt sich, WAS geht. Dinge, die bei anderen Lehrern tabu sind, erlaubt sie. Hat das einen negativen Impact auf ihre Klasse? Nein.
Lehrer sind keine bloßen Wissensvermittler. Sie sollen Kinder begleiten und sie sehen. In all ihren Facetten.
Denn Bildung funktioniert nicht im Gleichschritt.
Hört rein und teilt gerne eure Gedanken.
Viel Spaß mit der Folge.
Eure ElliDie Kita als Keimschleuder: Helfen Zink, Vitamin C und andere Nahrungsergänzungsmittel – oder bringen sie nichts?
03/07/2026 | 49 minKaum sind die Kinder in der Kita, sind sie phasenweise jeden Monat krank. Von Magen-Darm über Scharlach bis Hand-Fuß-Mund erwartet Familien ein netter Mix aus Krankheiten.
Mal abgesehen davon, dass uns unsere Kinder einfach leidtun, zehrt es an den Nerven und schraubt bei manchen Eltern auch am schlechten Gewissen. Denn: Erklär das mal deinem (kinderlosen) Arbeitgeber (w/m/d). Oft – und ich betone gleichzeitig: NICHT zurecht – fühlen Eltern sich schlecht, schon wieder eine Kindkrankmeldung auf den Tisch zu legen. Aber ich fühle es und bin oft selbst in der Situation. Schließlich ist mit dem Job die eigene Existenz verbunden. Jetzt ist es aber eben so, wie es ist: Kinder werden krank. Oft. Sehr oft.
Viele Eltern fragen sich dann auch, ob es denn noch normal ist, dass ihr Kind jeden Monat einen neuen Infekt mit nach Hause schleppt.
So viel schon mal vorweg: Ja. Ist normal. 15 bis 16 Infekte im Jahr sind völlig normal.
Trotzdem suchen wir Eltern nach Wegen und Mitteln, Infekte vielleicht zu vermeiden oder wenigstens zu verkürzen. Und da landen einige dann auch bei Anbietern von Nahrungsergänzungsmitteln. Was auch daran liegt, dass viele Influencer mit Codes um sich werfen. Sozusagen Longevity bei Kindern.
Aber bringt´s was? Ist es rausgeschmissene Kohle? Ist es vielleicht sogar schädlich?
Kein Thema: Das klären wir. Zusammen mit Dr. med. Vitor Gatinho, den die meisten Eltern als den Kids.Doc kennen.
Hört rein, habt Spaß und meldet euch, wenn noch Fragen offengeblieben sind.
Eure Elli- Bindung ohne Burnout – sagt eigentlich schon alles. Wir Eltern sind müde. Sehr oft sind wir müde. Vielleicht nicht alle, aber eben sehr sehr viele. Und das ist auch nicht schlimm oder ein Versagen. Es ist normal. Unser Kopf läuft einfach 24 Stunden/7 Tage die Woche. Wir müssen arbeiten, Kinder abholen, Geburtstage organisieren, Playdates wahrnehmen, Hobbys möglich machen, einkaufen, kochen, Wäsche waschen, zum Elternabend und und und.
Egal, ob wir müde sind oder gerade einfach ausgebrannt und Ruhe bräuchten: Wir müssen ran. Wir müssen da sein. Natürlich auch weil wir es so wollen. Wir wollen ja so viel Zeit wie möglich mit unseren Kindern verbringen. Und wir genießen das auch alles. Aber es kommen eben auch diese anderen Momente. Die Momente der Erschöpfung – der körperlichen und mentalen Erschöpfung. Wir sind doch selbst Kinder, die einfach nur groß werden mussten. Jetzt huzzeln wir durch den Alltag, müssen auch oft vernünftig sein, wo wir es vielleicht gerade gar nicht vernünftig sein wollen. Manchmal glauben wir die Medienzeit begrenzen zu müssen, obwohl wir eigentlich jetzt selbst gerne einfach nur auf der Couch hängen würden und eine Serie nach der anderen süchten würden. Das alles macht an manchen Tagen einfach müde. Also wie schaffen wir es, so zu handeln und im Alltag zu agieren, dass wir nicht ständig unsere eigenen Grenzen verletzen und ignorieren. Auch unsere mentalen und körperlichen Ressourcen sind begrenzt! Das müssen wir rechtzeitig erkennen. Genau darüber und über ihren SPIEGEL-Bestseller "Bindung ohne Burnout" rede ich mit Journalistin, Mutter und Speakerin Nora Imlau. Hört also unbedingt rein, wenn ihr wissen wollt, wie euch eine kleine Ampel im Kopf helfen kann und was ihr tun könnt, um weniger ausgelaugt zu sein im Alltag als Eltern.
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Wir müssen reden!
Und genau das tun wir – in unserem Joie-Podcast.
Wir rücken Themen in den Fokus, über die man vielleicht in seinem Freundeskreis nicht so oft redet, die euch fesseln, die einen anderen Blickwinkel zulassen oder die manchen vielleicht gar kein Begriff sind.
Für euch holen wir Experten, Ärzte, Mamas, Papas, Frauen und Männer ans Mikro und reden über die Dinge, die euch interessieren.
Kurz: Wir reden über Schicksale, schöne Momente, bewegende Lebensgeschichten und wir geben Tipps, die euch weiterhelfen.
Lehnt euch zurück und lasst uns zusammen lachen, heulen und quatschen.
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