100 episodi
- In unserer Zeit fällt es vielen Menschen schwer, zuversichtlich zu sein. Damit ist nicht gemeint, dass man hofft, dass alles gut wird. Das wäre purer Optimismus. Zuversicht steht für etwas anderes. Mit Zuversicht lassen sich auch Rückschläge und schwierige Phasen überstehen. Die globalen Krisen, die Unvernunft der Menschen und die Ausbeutung der Ressourcen dieser Welt fordern uns heraus. Vielerorts schwindet Hoffnung, Sorgen nehmen zu. Zuversicht aber geht über bloße Fakten und Statistiken des Niedergangs hinaus. Die Frage stellt sich also, woraus sich Zuversicht speist, und wo ihre Quellen sind.
- Stark besuchte Sehenswürdigkeiten und vergessene Ecken, Gedränge und Einsamkeit, Lärm und Stille – die Stadt mit ihren Gegensätzen ist ein Raum voller Zwischentöne. In der Theologie ist auch von „impliziter Religiosität“ die Rede. Autoren mit Sinn fürs Biblische, Großstadtlyrikerinnen der Moderne und zeitgenössische Poeten nehmen das urbane Leben in den Blick. Und mancherorts finden sich sogar Gedichte mittendrin: als Zwischenstopps an Bushaltestellen, an Hauswänden und Kirchtürmen. Denn unterwegs geht es oft auch um die Suche nach Trost und Sinn.
- Man möchte die Krisen und Kriege manchmal einfach aussperren. Ihnen den Zutritt verweigern in Kopf, Herz und Seele. Manchmal gelingt das: Augen zu, Schotten dicht, die Welt bleibt draußen. Aber nur kurz: Unsere Existenz ist mit der ganzen Erde verwoben, vom Kaffee aus Guatemala über den Treibstoff aus Saudi Arabien bis zu den Erdbeeren vom benachbarten Feld. Mehr noch als körperlich sind wir geistig von der Welt abhängig, von den Denkerinnen und Denkern der Jahrtausende, von den Worten der Religionen. Zudem: Krisen können manchmal wertvolle Gedanken hervorbringen, die uns weiterhelfen.
- Herzen leuchten auf Smartphone-Displays oder im Video-Chat, stehen für Zustimmung in sozialen Medien und sind allgegenwärtig in der Popkultur. Doch schon lange bevor es zum Emoji wird, ist das Herz ein zentrales Symbol religiöser Erfahrung. Die biblische Tradition spricht vom Herzen als innerstem Zentrum des Menschen. Die katholische Frömmigkeit sieht im Herzen Jesu eine Ikone göttlicher Liebe. Es lohnt sich, der Symbolkraft dieses Bildes nachzugehen und auch zu fragen, was das alte Zeichen Menschen heute noch sagen kann.
- Der Neid wird zu den sieben Todsünden gezählt und gilt in allen Kulturen als sozialschädliches Gefühl. Zugleich ist er durch und durch gesellschaftlich und nährt sich vom Vergleich. Wie sollte der Mensch ohne Mitmenschen zum Neider werden? Deshalb kann Neid auch ein Warnmelder bei tatsächlichen Ungerechtigkeiten sein. Umgekehrt ruft Kritik an sozialen Missständen reflexartig Neidvorwürfe hervor. Was unterscheidet den Neid von der Missgunst oder der Eifersucht? Wie lassen sich Neidimpulse, die auch das Leben der Neidenden vergiften, gesellschaftlich beherrschen und persönlich verkraften?
Altri podcast di Religione e spiritualità
Podcast di tendenza in Religione e spiritualità
Su NDR Kultur - Glaubenssachen
In Essays, Features und Erzählungen stellt die Reihe religiöse und ethische Grenzfragen der Gegenwart zur Diskussion.
Sito web del podcastAscolta NDR Kultur - Glaubenssachen, Voci Zen e molti altri podcast da tutto il mondo con l’applicazione di radio.it

Scarica l'app gratuita radio.it
- Salva le radio e i podcast favoriti
- Streaming via Wi-Fi o Bluetooth
- Supporta Carplay & Android Auto
- Molte altre funzioni dell'app
Scarica l'app gratuita radio.it
- Salva le radio e i podcast favoriti
- Streaming via Wi-Fi o Bluetooth
- Supporta Carplay & Android Auto
- Molte altre funzioni dell'app


NDR Kultur - Glaubenssachen
Scansione il codice,
scarica l'app,
ascolta.
scarica l'app,
ascolta.
NDR Kultur - Glaubenssachen: Podcast correlati


























